Ich habe 5 handelsübliche Salze verglichen: Dieser eine Inhaltsstoff erklärt, warum Ihr Essen oft fad schmeckt

Ich habe 5 handelsübliche Salze verglichen: Dieser eine Inhaltsstoff erklärt, warum Ihr Essen oft fad schmeckt

Fragen Sie sich auch manchmal, warum Ihr Essen trotz mehrerer Löffel Salz einfach nicht den gewünschten Geschmack trifft? Die Antwort liegt oft nicht in der Menge, sondern in der Zusammensetzung. Auf den Tischen in Österreich finden sich heute verschiedenste Salzsorten, doch nicht jede davon ist gleichwertig. Falsche Wahl kann dazu führen, dass selbst gut gemeinte Gerichte fad und geschmacklos bleiben. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, worauf Sie beim nächsten Einkauf wirklich achten sollten.

Die gängigsten Salzarten im Überblick und ihre Tücken

Salz ist mehr als nur ein Geschmacksverstärker. Es ist die Grundlage vieler kulinarischer Kreationen. Doch die Vielfalt im Supermarkt kann überfordern, und eine falsche Entscheidung ist schnell getroffen. Was früher einfach war, ist heute eine kleine Wissenschaft geworden, besonders wenn man bedenkt, dass manche Produkte mehr als nur Salz enthalten.

Natriumchlorid – Der reine Geschmack?

Normales Speisesalz, auch als Kochsalz bekannt, ist meist stark raffiniert. Es besteht fast ausschliesslich aus Natriumchlorid und liefert einen direkten, kräftigen salzigen Geschmack. Es eignet sich gut für Konserven oder zum Kochen von Teigwaren und Kartoffeln, wo ein gleichmässiger Salzgeschmack gewünscht ist. Aber Vorsicht: Was hier rein ist, ist auch nur das.

Meersalz – Mehr als nur Salzigkeit

Meersalz wird durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen und enthält oft geringe Mengen an Mineralien wie Jod und Magnesium. Die Qualität ist in der Regel höher als bei raffiniertem Kochsalz. Seine Anwendung ist universell und passt zu fast jedem Gericht. Dennoch birgt auch hier eine versteckte Zutat das Problem.

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Himalayasalz – Der Trend mit Geschichte

Dieses rosa Salz ist unraffiniert und reich an Eisen, was ihm seine charakteristische Farbe verleiht. Viele halten es für eines der reinsten Salze der Welt und schätzen seine gesundheitlichen Vorteile. Am besten kommt es als „Finish“ auf Salate und fertige Gerichte zur Geltung.

Jodiertes Salz – Gut für die Schilddrüse, aber mit Einschränkungen

Jodiertes Salz ist mit Kaliumiodid angereichert, was gut für die Schilddrüsenfunktion ist. Allerdings hat es einen leicht eigenartigen Geruch. Wichtig zu wissen: Beim Erhitzen verdampft das Jod. Daher ist es am besten für kalte Speisen geeignet, damit der Jodzusatz erhalten bleibt.

Feines Meersalz – Schnelle Lösung für Teig und Sossen

Der feine Mahlgrad sorgt dafür, dass dieses Salz sehr schnell löslich ist. Es ist ideal für Backwaren und Saucen, bei denen eine sofortige Verteilung des Salzes gewünscht ist.

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Der verräterische Inhaltsstoff, der Ihre Gerichte geschmacklos macht

Nachdem ich verschiedene Salze unter die Lupe genommen habe, fiel mir eines besonders auf: Viele handelsübliche Salzmischungen enthalten nicht nur Salz, sondern auch eine beträchtliche Menge an Gewürzen. Das mag auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, doch hier liegt der Denkfehler.

Wenn eine Salzpackung mit zusätzlichen Gewürzen angereichert ist, ist der tatsächliche Salzgehalt oft geringer, als Sie denken. Sie geben vielleicht die gewohnte Menge hinein, aber die Gewürze „strecken“ das Salz. Das Ergebnis? Ihre Speisen schmecken trotz Ihrer Bemühungen oft einfach nicht salzig genug. Es ist, als würden Sie versuchen, ein Glas Wasser süss zu machen, indem Sie nur ein paar Tropfen Honig in ein Gefäss voller Früchte geben – die Masse dominiert.

Ein klassisches Beispiel sind die sogenannten „Salz-Gewürz-Mischungen“ für Grillfleisch oder Kartoffeln. Sie enthalten oft nur 40-60% Salz, der Rest sind getrocknete Kräuter, Paprika, Zwiebelpulver etc. Der Effekt ist, dass Sie sich auf den Salzgeschmack verlassen, aber eigentlich eine Gewürzmischung mit einem Hauch von Salz verwenden.

Mein praktischer Tipp für den Einkauf

  • Lesen Sie die Zutatenliste genau durch! Achten Sie darauf, ob neben Natriumchlorid noch andere Bestandteile aufgeführt sind.
  • Bevorzugen Sie reines Salz (Kochsalz, Meersalz, Himalayasalz) und fügen Sie Ihre bevorzugten Gewürze separat hinzu. So behalten Sie die volle Kontrolle über den Salzgehalt.
  • Wenn Sie fertige Gewürzmischungen verwenden, überprüfen Sie deren Salzgehalt separat.

Kennen Sie das Problem auch? Haben Sie schon einmal solche „versteckten“ Zutaten in Lebensmitteln entdeckt?

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