Die Heizkostenrechnung im Winter ist oft ein Schock, besonders in Österreich, wo die Preise für Gas und Strom empfindlich hoch sind. Wir alle wollen sparen, ohne gleich im Pullover am Esstisch zu frieren. Ich habe eine einfache, aber geniale Gewohnheit entdeckt, die sich in Großbritannien schnell verbreitet und auch in Wien, Graz oder Linz funktioniert: Die Backofentür bleibt nach dem Kochen offen. Sie nutzen die kostenlose Restwärme, die Sie sonst einfach wegwerfen. Lesen Sie jetzt, warum dieser Mini-Hack sofort für wärmere Küchen sorgt.
Die „15-Minuten-Regel“: Wie man hitzeeffizient heizt
Haben Sie schon einmal bemerkt, wie warm es in der Küche ist, nachdem der Sonntagsbraten oder der Apfelstrudel fertig gebacken wurde? Diese Hitze ist bares Geld wert. Anstatt die Backofentür sofort zu schließen und die Wärme im Gerät zu ersticken, lassen die Briten sie einen Spalt offen.
Das Prinzip ist dermaßen simpel, dass es leicht übersehen wird: Der Ofen hat massive Energie akkumuliert. Er funktioniert wie ein massiver Radiator, der nach dem Abschalten noch lange nachglüht. Wenn Sie die Tür öffnen, verteilen Sie diese gespeicherte, bereits bezahlte Wärme im Raum.
So profitiert Ihre Wohnung in der kalten Jahreszeit:
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Die Küchenoase: Die Raumtemperatur in der Küche und in angrenzenden Räumen kann sofort um ein bis zwei Grad steigen.
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Heizkosten-Puffer: Das Thermostat muss in diesem Bereich weniger arbeiten, da die Grundtemperatur bereits höher ist.
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Optimierte Energie: Sie nutzen die Energie, die Sie bereits für das Essen verbraucht haben, doppelt – zuerst zum Backen, dann zum Heizen.
Ich habe es selbst ausprobiert, nachdem ich meinen Gugelhupf gebacken hatte: Die warme Welle, die in den ersten zehn Minuten in den Raum strömte, war überraschend stark. Dieser Mini-Hack kostet Sie null Euro und liefert sofortige Ergebnisse.

Aber Vorsicht: Drei wichtige Fehler, die Sie vermeiden müssen
Obwohl der Tipp genial ist, gibt es einen Haken. Sicherheit und Effizienz gehen vor. Sie sollten diese einfache Regel nur anwenden, wenn Sie keinen Gasofen besitzen, da dieser im Betrieb Kohlenmonoxid freisetzen kann.
Diese Vorkehrungen sind unerlässlich:
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Gerät komplett ausschalten: Öffnen Sie die Tür erst, wenn die Backphase abgeschlossen ist und der Netzschalter auf AUS steht. Sonst verschwenden Sie Strom.
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Kinder und Haustiere schützen: Die heiße Ofentür ist eine Verbrennungsgefahr. Lassen Sie die Tür nur unter Aufsicht oder in Abwesenheit von Kleinkindern offen.
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Nicht übertreiben: Es reichen 5 bis 15 Minuten, um die überschüssige Hitze abzugeben. Danach kühlt der Ofen zu stark ab, und der Effekt lässt nach.
Es geht darum, die Restwärme als Bonus zu nutzen, nicht darum, den Ofen als Ersatzheizung zu missbrauchen.

Drei weitere britische Tricks, die in Österreich Gold wert sind
Da die Engländer oft mit schlecht isolierten Häusern und feuchtem Wetter kämpfen, haben sie eine Reihe von Gewohnheiten entwickelt, um die Wärme drinnen zu halten. Viele Haushalte in Wien, Salzburg oder Tirol, die in Altbauten wohnen, können davon profitieren.
1. Vorhänge statt Fensterscheiben
Fensterscheiben sind Hitzediebe. Sie verlieren bis zu 40% der Raumwärme. Sobald die Sonne untergeht oder es draußen dämmert, ziehen die Briten Vorhänge und Jalousien komplett zu. Ich habe schnell gelernt: Ein dicker Vorhang wirkt wie eine zusätzliche Isolierschicht und hält die tagsüber angesammelte Wärme im Raum. Wenn Sie dann noch Thermovorhänge verwenden, ist der Effekt enorm.
2. Teppiche als Wärmespeicher
Kalte Böden lassen uns subjektiv frieren, selbst wenn die Raumtemperatur in Ordnung ist. Erfahrene Bewohner in kalten Regionen legen dicke Teppiche strategisch in Wohn- und Schlafzimmer. Das hält nicht nur die Füße warm, sondern verhindert aktiv, dass Kälte vom Boden aufsteigt. Es fühlt sich sofort gemütlicher an.
3. Die 5-Euro-Lösung gegen Zugluft
Kleine Spalten unter Türen und undichte Fensterrahmen sind die eigentlichen Schuldigen für kalte Ecken. In meiner Praxis habe ich festgestellt, dass viele diesen Punkt übersehen. Die Briten nutzen einfache, billige Türdichtungen (sogenannte „Draft Excluders“) oder selbstklebende Dichtungsbänder. Diese minimalen Investitionen stoppen kalte Luftströme sofort und verhindern, dass Ihre teuer erzeugte Heizwärme davongezogen wird.
Fazit: Die Restwärme richtig nutzen
Es ist erstaunlich, wie viel Sparpotenzial in unseren täglichen Routinen steckt. Die Offen-Tür-Regel beim Backofen ist ein kostenloser, einfacher Startpunkt. In Kombination mit smarten Isolationstipps wie den Vorhängen und Dichtungsbändern können Sie merklich weniger heizen und dennoch behagliche Wärme genießen.
Werden Sie diesen einfachen Backofen-Trick gleich beim nächsten Mal anwenden? Schreiben Sie uns in die Kommentare, welche Spar-Hacks bei Ihnen in Österreich am besten funktionieren!

