So erkennen Österreicher die 3 Euro Zwiebelsorte, die Salate ruiniert

So erkennen Österreicher die 3 Euro Zwiebelsorte, die Salate ruiniert

Wir kennen das Problem: Sie stehen im Billa oder Spar, greifen zur einfachen „Zwiebel roh“, und zu Hause ruiniert die Schärfe den ganzen Sommersalat. Es ist frustrierend, weil man den Unterschied weder beim Geruch noch beim bloßen Anschauen erkennt. Dabei müssen Sie nicht alle Sortennamen auswendig lernen. Es gibt vier einfache optische Tricks, die Experten und Markthändler aus Österreich nutzen, um die süße von der „bissigen“ Zwiebel zu unterscheiden. Wenn Sie diese Zeichen kennen, kaufen Sie nie wieder die falsche Zwiebel.

Der Insider-Trick: Wie Profis die wirklich süßen Zwiebeln erkennen

In meiner langjährigen Praxis, besonders wenn ich für frische österreichische Gerichte wie Zwiebelrostbraten oder einen einfachen Krautsalat einkaufe, ist mir klar geworden: Die Bezeichnung allein ist nutzlos. Die Schärfe hängt vom Schwefelgehalt ab, und der verrät sich durch bestimmte äußere Merkmale.

Achten Sie auf die Form: Flach oder langgezogen

Die meisten Menschen greifen zur perfekten Kugelform, weil diese am schönsten aussieht. Das ist der Fehler!

  • Die süßesten Sorten, ideal für Salate und Garnituren (etwa der berühmte Gemüsemix aus dem Waldviertel), sind oft entweder auffallend flach (plattgedrückt) oder stark länglich, fast wie eine Birne.
  • Die perfekte, runde Form ist ein häufiges Zeichen für höhere Schärfe und viel ätherisches Öl.

Die Farbe der Haut – ein deutlicher Hinweis, der oft übersehen wird

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Die Standard-Küchenzwiebel in Österreich ist goldbraun, aber die Nuancen sind entscheidend.

  • Wenn Sie eine weiße Zwiebel sehen: Sie ist knackig und saftig, aber meistens nur mild, nicht zuckersüß.
  • Süße Zwiebeln haben entweder ein leuchtendes Goldgelb oder sind die tiefvioletten/roten Sorten (obwohl auch einige rote Zwiebeln scharf sein können, sind die dunkelsten Töne oft milder).
  • Achtung: Ein tiefes, dunkles Bronze- oder Kupferbraun deutet auf einen hohen Gehalt an Schärfestoffen hin. Je dunkler und dichter die Schale, desto bissiger die Zwiebel.

Der Hals-Test: Tünn und trocken muss es sein

Dieses Merkmal kennen nur echte Insider. Es geht um die Stelle, an der das Zwiebelgrün (das „Gefieder“) gewachsen ist.

Fühlen Sie die Oberseite der Zwiebel. Ist der Hals dünn und knochentrocken? Dann ist die Zwiebel vollständig ausgereift, lagerfähig und meistens wunderbar im Geschmack. Ist der Hals noch dick oder leicht feucht, ist die Zwiebel oft unreif oder feucht gelagert, was ihre Schärfe verstärken kann.

Größe ist nicht alles, aber sie hilft

Große Zwiebeln, oft mehr als 10 cm im Durchmesser (die Art, die man in großen Netzen auf dem Markt findet), sind in der Regel weniger scharf als ihre kleinen Pendants. Die ätherischen Öle verteilen sich über eine größere Masse, was den Geschmack milder macht.

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Dünne, kleine, fast steinharte Zwiebeln mit perfekter Kugelform – das sind oft die scharfen Kandidaten, die Tränen vergießen lassen.

Was tun, wenn Sie die falsche Zwiebel gekauft haben?

Es passiert jedem. Sie haben die falsche Zwiebel gekauft, sie ist steinhart und der beißende Geruch steigt Ihnen schon beim Anschneiden in die Nase. Aber werfen Sie sie nicht weg – Sie können die Schärfe leicht neutralisieren.

Hier ist der schnelle Küchentrick, den ich in meiner Küche in Wien oft anwende, um scharfe Zwiebeln salattauglich zu machen:

  1. Schneiden Sie die Zwiebel in die gewünschte Form (Ringe oder Würfel).
  2. Geben Sie die geschnittenen Stücke in eine Schüssel.
  3. Die Turbo-Methode (für maximale Eile): Übergießen Sie die Zwiebeln mit kochendem Wasser. Lassen Sie sie 1 bis 2 Minuten stehen und gießen Sie das Wasser sofort ab. Die Hitze löst die scharfen Schwefelverbindungen heraus.
  4. Die Marinaden-Methode (für besten Geschmack): Mischen Sie Wasser und Essig (z.B. Apfelessig, der in Österreich sehr beliebt ist) im Verhältnis 2/1. Eine Prise Salz und ein halber Teelöffel Zucker hinzufügen. Legen Sie die Zwiebeln etwa 10 Minuten in diese Marinade.

Nach diesen Schritten werden die Zwiebeln deutlich milder und schaden Ihrem frischen Salat nicht mehr. Mit diesen visuellen Regeln und dem schnellen Marinaden-Trick können Sie sich beim nächsten Einkauf sicher sein, dass Sie die richtige Wahl treffen. Aber welche Farbe ist Ihr persönlicher Favorit für den Salat?

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