Wir alle kennen sie: die „Schublade der Schande“, jenes schwarze Loch, das alte Schlüssel, leere Batterien und diesen einen einzelnen, mysteriösen Gummiring verschluckt. Dieses Chaos kostet Sie unbewusst Energie und Nerven, jedes Mal, wenn Sie etwas Einfaches suchen. Ich habe in meiner Praxis als Ordnungscoach gemerkt: Der größte Fehler ist, den Mist nicht sofort zu erkennen und zu entsorgen.
Lesen Sie jetzt, welche fünf Dinge in Österreichs Haushalten am häufigsten Platz verschwenden, und wie ein simpler Trick aus der Küche die Unordnung dauerhaft beseitigt. Es ist höchste Zeit, den „Endgegner des Minimalismus“ zu besiegen.
Die Schmerzgrenze: Diese 5 Dinge fliegen SOFORT raus
Die größte Hürde beim Ausmisten ist die Angst, etwas „könnte man ja noch brauchen“. Aber mal ehrlich: Haben Sie den vertrockneten Filzstift aus 2018 wirklich noch einmal verwendet? Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Alles, was Sie in den letzten sechs Monaten nicht aktiv gesucht haben, ist Ballast. Ich empfehle, die Schublade komplett auf den Tisch zu leeren – das Ausmaß des Chaos wird Sie motivieren.
Das muss ohne Gnade weg:

- Kabelknäuel ohne Partner: Jene verfilzten Drähte, von denen Sie nicht mehr wissen, zu welchem iPod oder Handy sie gehören. Wenn das dazugehörige Gerät seit Jahren weg ist, ist das Kabel Elektroschrott.
- Leere oder zerbrochene Kugelschreiber/Stifte: Ein Kugelschreiber, der streikt, oder ein Filzstift ohne Kappe gehört nicht in eine Schublade, die helfen soll. Das ist nur Müll. Ein Test: Wenn er auf dem Blatt Papier nicht sofort schreibt, weg damit.
- Uralte Kassenzettel und abgelaufene Rabattcoupons: Diese dünnen Papiere zerfallen und machen Ihre Schublade zu einem Staubfänger. Nach Ablauf der Umtauschfrist oder Garantie: ab ins Altpapier.
- Batterien mit unsicherem Ladestand: Niemand weiß, wie voll oder leer die einzelnen AA-Batterien sind. Sortieren Sie diese sofort in eine Recyclingbox (zum Beispiel beim Altstoff Recycling Austria) oder investieren Sie in einen einfachen Batterietester.
- Anleitungen für längst entsorgte Geräte: Haben Sie den Toaster von 2010 noch? Nein? Dann brauchen Sie auch dessen dreisprachige Bedienungsanleitung nicht mehr. Digitalisieren Sie wichtige Handbücher, den Rest wegwerfen.
Der Radikal-Check: So entscheiden Sie schnell
Bei allen anderen Kleinteilen wenden Sie die Drei-Fragen-Regel an:
- Habe ich es im letzten Jahr wirklich benötigt?
- Weiß ich, wofür es exakt eingesetzt wird?
- Würde ich es morgen sofort nachkaufen, wenn es weg wäre?
Wenn die Antwort mindestens einmal Nein lautet, gehört der Gegenstand nicht zu den wichtigen 20 Prozent, die Sie ständig nutzen. Raus damit.
Der ultimative Tipp: Nutzen Sie Besteckkästen für Chaos-Teile
Das große Geheimnis der Ordnung liegt nicht im Wegwerfen, sondern in der Organisation des Übriggebliebenen. Die meisten Menschen werfen alle Kleinigkeiten einfach in die leere Schublade. Das Resultat? Nach drei Wochen dasselbe Chaos. Die visuelle Grenze des Faches wird ignoriert.
Die praktische Lösung: Investieren Sie in simple Schubladen-Organizer. Mein persönlicher Life Hack: Die Fächer von Besteckkästen aus Kunststoff oder Bambus (Variera von IKEA oder ähnliches, erhältlich in jedem österreichischen Baumarkt oder beim Kika/Leiner) eignen sich perfekt für Kleinkram, den Sie in der Küche oder im Flur aufbewahren.

So schaffen Sie dauerhafte Ordnung:
- Fangen Sie mit Kategorien an: Stifte, Batterien, USB-Sticks, Kleingeld. Jede Kategorie bekommt ein eigenes Fach. Das schafft sofort visuelle Ruhe.
- Nutzen Sie flexible oder verstellbare Organizer. Bei „Tchibo“ und „Lidl“ gibt es oft Sets, die Sie an die genaue Tiefe Ihrer Schublade anpassen können.
- Kleine Fächer für Mini-Kram: Kleinste Büroklammern, Gummibänder oder Münzen brauchen getrennte Mini-Boxen. Das verhindert das Herumrutschen.
Das Geniale daran: Wenn der Gegenstand seinen festen, definierten Platz im Fach hat, fällt das „schnelle Reinschmeißen“ schwerer. Ordnung wird so automatisch zur Routine.
Der Maintenance-Plan: Die 1-zu-1-Regel
Um zu verhindern, dass die Schublade in drei Monaten erneut zum Chaosherd wird, wenden Sie die Ein-für-eins-Regel an: Für jeden neuen Stift, der in die Schublade kommt, muss ein alter weichen. Für jede neue Batterie, die Sie dort lagern, überprüfen Sie eine alte. So bleibt die Kleinteil-Menge kontrolliert und überschaubar.
Mein Tipp: Führen Sie ein monatliches 5-Minuten-Ritual ein. Schauen Sie einmal am Monatsanfang kurz in die Schublade. Ist etwas Überflüssiges dabei? Weg damit. Es dauert weniger Zeit, als wenn Sie später 30 Minuten das Chaos beseitigen müssen.
Wir haben heute die 5 größten Schmutzfinken im Haushalt identifiziert und eine Strategie gefunden, sie durch klare Kategorien zu ersetzen. Die Ergebnisse werden Sie überraschen, nicht nur in optischer Hinsicht. Wie oft misten Sie Ihre „Kramschublade“ in der Regel aus? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit!

