Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie bei eisiger Kälte alle paar Stunden Holz nachlegen müssen? Man heizt, aber die Wärme hält nicht, und die Holzscheite sind schneller weg, als einem lieb ist. Das ist nicht nur lästig, sondern kostet im österreichischen Winter richtig viel Geld. Viele glauben, es liegt nur an der Qualität des Holzes, aber das ist ein Trugschluss.
Ich habe kürzlich von einem alten Ofenbauer einen so einfachen, aber unerwarteten Trick gelernt, der alles verändert hat. Seitdem brennen meine Holzscheite bis zu 40 % länger. Und das Beste: Es ist kein teures Spezialmittel nötig. Lesen Sie jetzt, wie Sie diesen Winter wirklich Heizkosten sparen und stabile, langanhaltende Wärme schaffen.
Der unsichtbare Feind: Darum „verschwindet“ Ihr Holz zu schnell
Die meisten Hausbesitzer konzentrieren sich nur auf das Anzünden. Doch die Effizienz des Feuers entscheidet sich lange davor. Wenn Ihr Holz rasch verbrennt und die Wärme schnell weg ist, liegt das oft an zwei Hauptfehlern:
- Falsche Lagerung (Restfeuchtigkeit).
- Falsche Anordnung beim Anzünden und fehlende Vorbereitung.
In meiner Praxis erlebe ich oft, dass

Der Trick des alten Ofenbauers: Salz und Sand sind die Lösung
Der Schlüssel zur Verlängerung der Brenndauer ist ein einfacher Mechanismus, der Feuchtigkeit bindet und die Sauerstoffzufuhr verlangsamt. Das Ziel ist nicht die Hitzespitze, sondern die Dauerglut. Und hier kommt der überraschende Geheimtipp alter Handwerker ins Spiel: Natürliche hygroskopische Mittel.
Schritt 1: Die richtige Holzanordnung (Der „Kamin“-Bau)
Vergessen Sie die chaotische Holzfällerhaufen-Methode. Ein stabiler „Kamin“ oder die „Schwedenfeuer“-Methode funktionieren am besten, um eine gleichmäßige Sauerstoffzufuhr von unten zu sichern und das obere Holz durch die aufsteigende Hitze vorzutrocknen. Wir wollen nicht, dass der Wind das Holz verschlingt, sondern dass es von innen gleichmäßig durchglüht.
Schritt 2: Das geheime Additiv – So sparen Sie 40 % Holz
Bevor Sie das Holz anzünden, wenden Sie den genialen Trick an. Dieser sorgt dafür, dass die Holzfasern ihre Feuchtigkeit schneller abgeben und langsamer brennen.
- Nehmen Sie eine Handvoll gewöhnliches Speisesalz.
- Streuen Sie dieses Salz leicht über die unteren Holzscheite (jene, die im ersten Stadium brennen sollen).
- Wichtig: Alternativ, wenn Sie eine längere und gleichmäßigere Glut wünschen, können Sie etwas Vogelsand oder feinen Quarzsand auf den Boden des Kamins oder Ofens streuen, bevor das Holz kommt.
Wie funktioniert das? Salz wirkt als Katalysator und hilft, die im Holz verbliebenen harzigen Komponenten effizienter zu verbrennen. Es bindet mikroskopische Wassermengen und sorgt für eine heißere, sauberere Verbrennung, die viel länger anhält. Der Sand wiederum bildet eine isolierende Schicht, die die Hitze im Glutbett speichert und verhindert, dass sie schnell über den Schornstein entweicht.
Die Nebeneffekte, die jeder Österreicher lieben wird
Dieser einfache Zusatz hat weit mehr als nur den Spareffekt. Als ich diesen Trick ausprobierte, bemerkte ich sofort zwei entscheidende Vorteile, die besonders gut in heimischen Steinkaminen funktionieren:

Vorteil 1: Weniger Ruß, mehr Sicherheit
Das sauberere und heißere Verbrennen des Holzes bedeutet, dass sich deutlich weniger Teer und Ruß im Schornstein ablagern. Das ist ein wichtiger Punkt für die Sicherheit gegen Schornsteinbrände, die in Österreich regelmäßig vorkommen. Der Schornsteinfeger wird es Ihnen danken!
Vorteil 2: Angenehmere, gleichmäßigere Wärme
Durch die langsamere Glut brennt der Ofen nicht schlagartig heiß und kühlt dann schnell ab. Das Ergebnis ist eine sanfte, gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum. Ich merkte, dass die Kaltzonen in Bodennähe fast verschwunden waren.
Dieser Effekt ist mit einem Langstreckenläufer vergleichbar: Ein normaler Holzstoß ist ein Sprinter, der schnell müde wird. Mit der Salzkatalysator-Methode wird das Feuer zum Marathonläufer.
Fazit: Minimaler Aufwand, Maximale Einsparung
Viele übersehen diese kleinen, unscheinbaren Kniffe, weil sie so offensichtlich erscheinen. Doch besonders im rauen Klima unserer Bergregionen macht die Vorbereitung den entscheidenden Unterschied. Sie benötigen keine teuren Briketts oder chemischen Zusätze – nur eine Prise Salz und die richtige Anordnung.
Ich habe diesen Winter dank dieser Einsicht meine Holzkosten signifikant gesenkt. Haben Sie einen ähnlichen Trick von Ihren Großeltern oder Handwerkern gelernt, um im Winter Brennstoff zu sparen?

