Warum erfahrene Köche immer ein Backpapier zum Airfryer geben (und wie man es richtig macht)

Warum erfahrene Köche immer ein Backpapier zum Airfryer geben (und wie man es richtig macht)

Hand aufs Herz: Die Heißluftfritteuse ist ein Segen in der Küche. Knusprige Pommes, saftiges Hähnchen – alles mit wenig bis gar keinem Öl. Aber die Reinigung? Das eingebrannte Fett und die klebrigen Krusten sind der wahre Albtraum. Ich dachte lange, das gehört einfach dazu.

Falsch gedacht. Ich habe einen Trick in meiner Profi-Küche entdeckt, der die Putzzeit auf ein Minimum reduziert. Wenn Sie das Airfryer-Reinigen bisher gehasst haben, müssen Sie jetzt weiterlesen.

Denn eine richtig gereinigte Fritteuse brät nicht nur besser, sie hält auch viel länger. Und glauben Sie mir, niemand in Österreich will zweimal das gleiche Gerät kaufen, nur weil die Pflege vernachlässigt wurde.

Der Sofort-Plan: Was nach JEDER Benutzung passieren MUSS

Der größte Fehler ist, den Airfryer „später“ zu reinigen. Eingebranntes Fett ist hartnäckig wie Kalk in Wiener Badzimmern. Nehmen Sie sich sofort 3 Minuten Zeit. Das spart Ihnen später eine halbe Stunde Schrubben.

  • Schritt 1: Sicherheit geht vor. Ziehen Sie sofort den Stecker. Warten Sie, bis das Gerät komplett abgekühlt ist. Das ist entscheidend – niemand will sich an heißen Komponenten verbrennen.
  • Schritt 2: Grober Schmutz raus. Entfernen Sie alle herausnehmbaren Teile (Korb, Schublade). Mit einem Küchenpapier wischen Sie die Reste sofort in den Müll. Das meiste Fett ist damit schon weg.
  • Schritt 3: Das Einweich-Geheimnis. Füllen Sie die Schublade mit warmem Wasser und einem Schuss Spülmittel. Lassen Sie beides 10 Minuten einweichen, während Sie zu Abend essen.
  • Schritt 4: Vorsicht beim Material. Benutzen Sie nur einen weichen Schwamm oder ein Tuch. Stahlwolle ist strikt tabu! Sie zerstören damit die Antihaftbeschichtung, und das Gerät ist praktisch unbrauchbar.

Profi-Hinweis: Sind die Teile spülmaschinenfest? Dann ab in die Spülmaschine! Aber checken Sie das Kleingedruckte in der Anleitung.

Warum erfahrene Köche immer ein Backpapier zum Airfryer geben (und wie man es richtig macht) - image 1

Der Trick, der alles verhindert: Backpapier richtig anwenden

Viele benutzen Backpapier, um den Boden sauber zu halten. Das ist klug, ABER: Bei falscher Anwendung riskieren Sie einen Brand! Ich habe das beobachtet – ein kleines Detail macht den Unterschied.

So verwenden Sie Backpapier (oder Alufolie) sicher:

  • Das Papier muss exakt in den Korb passen. Es darf nicht über die Ränder abstehen.
  • Legen Sie das Backpapier NIEMALS in den Airfryer, wenn das Gerät leer ist oder nur aufgewärmt wird. Der heiße Luftstrom hebt das leichte Papier sofort an.
  • Die Gefahr: Es kommt mit dem Heizelement in Berührung – und das ist eine akute Brandfalle.
  • Nur wenn Lebensmittel (z.B. Pommes oder Gemüse) das Papier beschweren, ist es sicher. Die Beschwerung verhindert, dass es hochgewirbelt wird.

Wenn es klebrig wird: Innenraum und Heizelement reinigen

Die äußeren Teile fangen das meiste Fett ab. Aber nach einigen Wochen sammeln sich Spritzer auch im Inneren an. Vernachlässigen Sie diese Bereiche nicht – Gerüche und Rauch sind die Folge.

Reinigung des Korpus und der Wände

Der häufigste Fehler: Zu viel Nässe. Denken Sie daran, dass hier Elektronik verbaut ist. Ein nasser Schwamm ist ebenso schlecht wie eine volle Kaffeetasse.

Warum erfahrene Köche immer ein Backpapier zum Airfryer geben (und wie man es richtig macht) - image 2

  1. Nehmen Sie ein leicht angefeuchtetes Tuch (fast trocken!) mit etwas Spülmittel. Wischen Sie den Innenraum sanft aus.
  2. Wischen Sie mit einem nur wasserbefeuchteten Tuch nach, um Seifenreste zu entfernen.
  3. Unbedingt: Trocknen Sie alles sofort mit einem sauberen, weichen Tuch nach. Es darf keine Feuchtigkeit im Gehäuse bleiben, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Das knifflige Heizelement (und warum Sie es nicht scheuern sollten)

Das Heizelement ist der Draht („die Spirale“) an der Oberseite. Es wird extrem heiß, aber Berührung mit Speisen hat es kaum. Eine tiefgehende Reinigung ist hier meist nicht nötig.

Wenn sich doch Fettspritzer angesammelt haben, gehen Sie so vor:

  • Verwenden Sie eine weiche, saubere Bürste (z.B. eine Geschirrbürste mit weichen Borsten).
  • Wichtig: Arbeiten Sie trocken. Flüssigkeit am Heizelement ist ein absolutes No-Go.
  • Sollten sich wirklich hartnäckige Reste zeigen, bürsten Sie sanft, bis der Schmutz abfällt. Er wird beim nächsten Mal verbrennen.

Ich habe festgestellt: Je besser die tägliche Routine (Schritt 1–4), desto seltener müssen Sie sich mit dem Innenleben herumschlagen. Es ist wie beim Auto: Kleine Pflege verhindert die große Werkstatt-Reparatur.

Mein Fazit: Saubere Luft, bessere Ergebnisse

Ein sauberer Airfryer liefert konstant bessere, knusprigere Ergebnisse, da die Luft im Garraum optimal zirkulieren kann. Außerdem vermeiden Sie unangenehme Brandgerüche, die entstehen, wenn altes Fett beim Erhitzen wieder verbrennt.

Also, welche Airfryer-Reinigungssünde werden Sie ab heute vermeiden?

Nach oben scrollen