Darum geben Profis immer Backpulver ins Spülwasser: Kein Schrubben mehr nach der Weihnachtsgans

Darum geben Profis immer Backpulver ins Spülwasser: Kein Schrubben mehr nach der Weihnachtsgans

Hand aufs Herz: Kennen Sie dieses beklemmende Gefühl, wenn die Gäste weg sind und der riesige Geschirrberg auf Sie wartet? Besonders nach den Feiertagen – Gulasch, Braten, Saucen, überall haftet hartnäckiges, kaltes Fett. Stundenlanges Schrubben ist oft die Realität. Aber ich habe in meiner eigenen Küche einen einfachen, fast schon magischen Trick entdeckt, der das Spülen von einem Albtraum in eine 10-Minuten-Routine verwandelt.

Der Schlüssel liegt nicht in teuren, aggressiven Chemikalien, die die Hände austrocknen und die Umwelt belasten. Vertrauen Sie mir, das Geheimnis liegt in einem unscheinbaren, günstigen Zutat, die fast jeder Österreicher immer zu Hause hat und die den Fettfilm quasi implodieren lässt.

Warum normale Spülmittel bei kaltem Festfett versagen

Herkömmliche Spülmittel sind fantastisch für frische, leichte Verschmutzungen. Aber wenn das Fett von Schweinsbraten oder dem Kaiserschmarrn erst einmal kalt geworden ist und sich fest an Pfannen und Tellern verankert hat, sind sie machtlos. Dann beginnt das endlose Einweichen und die aggressive Reiberei mit dem Stahlschwamm, was das Geschirr nur unnötig beschädigt.

Viele von uns machen den Fehler, das Geschirr nur in lauwarmes oder kühles Wasser zu legen. Aber genau das brauchen Sie nicht! Profis, vor allem in kleinen Wiener Gasthäusern, wo schnell gespült werden muss, setzen auf Hitze kombiniert mit einem speziellen, fettlösenden Mittel.

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Der unscheinbare Küchenhelfer: Essig oder Natron?

Die Zutat, nach der wir suchen, ist kein Geheimnis aus der gehobenen Gastronomie, sondern ein echtes Hausmittel: Natron (oder handelsübliches Backpulver). Es ist extrem basisch und reagiert sofort mit Fett, das naturgemäß sauer ist. Diese chemische Reaktion ist ein Game-Changer, weil sie das Fett in kleine, wasserlösliche Partikel zerlegt, anstatt es nur aufzuweichen.

So funktioniert der Blitz-Reiniger in Ihrer Spüle:

  • Füllen Sie Ihre Spüle (oder eine große Schüssel, falls Sie in einer kleineren Wiener Wohnung spülen) mit dem heißesten Wasser, das Ihre Hände noch ertragen.
  • Geben Sie pro 5 Liter Wasser etwa drei Esslöffel Natron oder Backpulver hinzu. Rühren Sie kurz um.
  • Stellen Sie das gesamte fettige Geschirr (Teller, Töpfe, Pfannen) in dieses Bad. Achten Sie darauf, dass möglichst viel Oberfläche bedeckt ist.

Der 5-Minuten-Effekt: Sehen, wie das Fett „schwimmt“

Ich habe bemerkt, dass bereits nach fünf bis zehn Minuten das Fett beginnt, sich vom Geschirr abzulösen. Es löst sich nicht einfach auf; es „schwimmt“ als trüber Film auf der Oberfläche des Wassers. Das ist das Zeichen dafür, dass das Natron seine Arbeit geleistet hat und die hartnäckigen Essensreste nur noch lose anhaften.

Sie brauchen jetzt nur noch:

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  • Das Geschirr ohne großen Druck mit einem normalen Schwamm abwischen.
  • Selbst eingebrannte Saucenreste oder verkrustete Kartoffeln lassen sich nun kinderleicht entfernen.
  • Kurz unter klarem, warmem Wasser abspülen – fertig! Das Geschirr glänzt, ganz ohne Schlieren.

Warum dieser Trick nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart

Wir reden hier nicht nur über die gewonnene Zeit nach den Feiertagen. Bedenken Sie auch die Kosten:

Ein Päckchen Backpulver kostet in Österreich weniger als 50 Cent. Es ersetzt teure Spezialentfetter und scharfe Chemiekeulen. Sie sparen nicht nur beim Einkauf, sondern schonen auch die Oberflächen Ihrer Töpfe und Pfannen, die beim stundenlangen Schrubben oft zerkratzt werden.

Ein weiterer, oft übersehener Vorteil ist der Umweltaspekt. Gerade an stressigen Feiertagen steigt der Verbrauch von Spülmitteln massiv an. Natron ist biologisch abbaubar und belastet das Abwasser weniger als viele petrochemische Produkte, die wir sonst verwenden.

Dieser einfache Handgriff funktioniert übrigens nicht nur nach Weihnachten. Ich nutze ihn mittlerweile standardmäßig für Bratpfannen nach dem Schnitzel-Braten oder für Backformen, die mit Teigresten verklebt sind. Der Aufwand ist minimal, doch der Effekt ist stabil und zuverlässig.

Probieren Sie es beim nächsten Mal aus. Sie werden überrascht sein, wie schnell die Küche wieder sauber ist, während Sie eigentlich schon beim Entspannen sind. Welchen Trick nutzen Sie sonst, um Fett schnell loszuwerden?

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