Wir alle kennen diesen Moment im Supermarkt: Man steht vor dem Berg Avocados und fühlt sich wie bei einer Lotterie. Ist sie innen schön cremig oder hart wie Stein? Oder schlimmer noch: braun und matschig? Viele von uns lieben die Avocado wegen ihres einzigartigen Geschmacks und ihrer zahlreichen gesunden Fette und Vitamine. Aber der Kauf ist oft ein Glücksspiel.
Gerade in Österreich, wo wir uns frische, aber oft teure Importwaren gönnen, möchte man vermeiden, für eine faule Frucht viel Geld auszugeben. Es gibt jedoch einen genialen, fast vergessenen Trick, den eine 80-jährige Expertin uns gezeigt hat. Er funktioniert zu 100 Prozent und erspart Ihnen ab sofort jeden Fehlkauf.
Der Stiel-Trick: Warum Sie den kleinen Nippel immer überprüfen sollten
Die meisten Menschen drücken die Avocado am Bauch, um ihre Festigkeit zu prüfen. Das ist aber der falsche Weg, denn dadurch entstehen oft braune Druckstellen. Der entscheidende Hinweis versteckt sich an der Stelle, wo die Frucht vom Baum gepflückt wurde – am Stiel.
So funktioniert die Geheimtechnik, die alle Experten im Supermarkt anwenden:
- Suchen Sie eine Avocado aus, die fest, aber nicht steinhart ist.
- Lösen Sie vorsichtig den kleinen Holznippel oder Stiel (die sogenannte Fruchtstielachse).
- Schauen Sie sich die Farbe unter diesem Stiel genauer an. Das ist der Indikator für den Reifegrad.
Drei Farben, drei Schicksale: Was die Stelle unter dem Stiel verrät
Die Farbe der freigelegten kleinen Stelle ist wie ein internes Ampelsystem. Ihre Wahl hängt davon ab, was Sie heute Abend mit der Avocado vorhaben.

Hellbraun/Hellgrün (Perfekt):
Wenn die freigelegte Stelle eine helle, gelblich-grüne oder hellbraune Farbe hat, ist die Avocado genau richtig. Sie ist butterweich, geschmacklich intensiv und perfekt für Guacamole oder Sandwiches. Kaufen Sie diese Frucht.
Intensiv Dunkel (Überreif):
Ist der Punkt dunkelbraun oder fast schwarz, hat die Frucht ihren Höhepunkt bereits überschritten. Sie ist wahrscheinlich innen matschig, faserig und hat braune Flecken. Lassen Sie die Finger davon, diese Avocados sind oft nur noch für den Müll geeignet.
Sehr Hell – Fast Weiß (Unreif):

Ein sehr heller, fast weißer Farbton bedeutet, dass die Avocado noch nicht reif ist. Sie ist hart und schmeckt wahrscheinlich nicht. Wenn Sie sie erst in ein paar Tagen benötigen, können Sie sie mitnehmen und zu Hause nachreifen lassen. Aber sie ist nicht kaufbereit.
Der Turbo-Reifeprozess: So beschleunigen Sie die unreifen Steine
Manchmal finden Sie trotz des Stiel-Tricks nur unreife Früchte. Viele in Graz oder Wien kennen das Problem: Die Lieferkette ist lang. Glücklicherweise können Sie den Reifeprozess zu Hause beschleunigen. Der Schlüssel ist Ethylen, ein Gas, das die Stärke in Zucker umwandelt.
Die Experten-Lösung dauert 1-3 Tage:
- Legen Sie die unreife Avocado in eine einfache Papiertüte.
- Fügen Sie einen Apfel oder eine Banane hinzu. Diese Früchte stoßen besonders viel Ethylen aus.
- Verschließen Sie die Tüte lose und lagern Sie sie bei Raumtemperatur (nicht im Kühlschrank, das verlangsamt den Prozess).
Diese einfache Methode funktioniert, weil die Papiertüte das Ethylen dicht um die Avocado hält, ohne die Feuchtigkeit einzuschließen, was Schimmel fördern würde. Ich habe diesen Trick selbst getestet, als ich im Großmarkt in Linz nur harte Avocados fand – das Ergebnis war nach zwei Tagen perfekt cremig.
Vergessen Sie das Drücken und Quetschen. Achten Sie nur noch auf den Stiel und Sie werden nie wieder eine schlechte Avocado erwischen. Welchen Fehler machen Sie beim Avocadokauf am häufigsten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

