Kennen Sie das? Kalte, feuchte Luft in der Wohnung, und die Wäsche hängt tagelang, anstatt zu trocknen. Gerade im Wiener Winter kann das zur echten Geduldsprobe werden. Die Folge: muffiger Geruch und im schlimmsten Fall Schimmel. Ich habe eine super einfache Lösung getestet, die nicht nur Platz spart, sondern die Trocknungszeit halbiert – Sie brauchen dafür nur ein einziges, trockenes Handtuch.
Warum Ihre Wäsche im österreichischen Winter so langsam trocknet
Viele glauben, die niedrigen Temperaturen sind das Hauptproblem. Das stimmt nur zur Hälfte. Das eigentliche Dilemma liegt in der geringen Luftzirkulation und der hohen Luftfeuchtigkeit, die wir während der kalten Monate in unseren Wohnungen (besonders in Altbauwohnungen in Wien oder Graz) haben.
Wir lüften seltener, um keine Heizwärme zu verschwenden, aber genau das rächt sich. Die Feuchtigkeit aus der Wäsche bleibt im Raum gefangen wie in einer Nebelkammer. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auf Dauer auch Ihre Gesundheit belasten.
Die Gefahr, die viele übersehen
Wenn nasse Wäsche zu lange braucht, um zu trocknen, können sich Bakterien und Schimmelsporen bilden. Ich habe bei Freunden schon oft erlebt, dass die Lieblingsjeans nach zwei Tagen auf dem Ständer einfach „sauer“ roch. Das ist ein klares Zeichen, dass etwas schiefläuft. Es geht nicht nur um den Geruch, sondern um die Feuchtigkeit, die sich an kalten Wänden niederschlägt.

Die unsichtbare Magie des Frottee-Handtuchs
Der Trick ist fast schon zu simpel, um wahr zu sein. Er funktioniert nach dem Prinzip des Feuchtigkeitsmagnets. Und so wenden Sie ihn an:
- Das Objekt: Nehmen Sie ein großes, absolut trockenes Frottee-Handtuch (die saugstarke Struktur ist entscheidend).
- Die Platzierung: Legen Sie das Handtuch entweder direkt über die Kleiderstange oder hängen Sie es quer über mehrere nasse, bereits aufgehängte Kleidungsstücke.
- Die Funktion: Das Frottee saugt wie ein Schwamm die überschüssige Feuchtigkeit aus der umliegenden Luft und den nassen Textilien. Es sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit schneller transportiert und gebunden wird, als wenn sie einfach nur an die Raumluft abgegeben wird.
In meiner eigenen Praxis habe ich dieses Vorgehen besonders bei dicken Sachen wie Pullovern oder Jeans beobachtet. Sachen, die vorher eineinhalb Tage brauchten, waren danach in weniger als 12 Stunden spürbar trockener.
Achtung: Der Moment des Wechsels ist kritisch
Der Handtuch-Trick funktioniert nur, solange das Handtuch selbst trocken ist. Sobald Sie merken, dass es sich feucht oder klamm anfühlt, müssen Sie es austauschen. Ein feuchtes Handtuch auf dem Wäscheständer würde den gegenteiligen Effekt erzielen und das Trocknen sogar verlangsamen.
Die optimale Luftzirkulation ist der heimliche Turbo. Achten Sie darauf, dass die Kleidungsstücke auf dem Ständer nicht zu dicht beieinander hängen. Die Luft muss zwischen den Schichten zirkulieren können.

Der ultimative Profi-Tipp für doppelte Geschwindigkeit
Sie können den Handtuch-Trick mit zwei weiteren einfachen Schritten kombinieren, um die Trocknungszeit auf ein Minimum zu reduzieren – selbst bei Schneefall draußen:
1. Stoßlüften nicht vergessen: Trotz Kälte müssen Sie mindestens zwei- bis dreimal täglich für fünf Minuten das Fenster komplett öffnen (Stoßlüften). Die kalte Außenluft ist in der Regel trockener als die feucht gesättigte Innenluft. Sie wirkt wie ein Staubsauger für die Feuchtigkeit.
2. Der Ventilator-Hack: Stellen Sie einen kleinen Tischventilator neben den Wäscheständer und lassen Sie die Luft sanft zirkulieren. Das bewirkt einen ähnlichen Effekt wie ein Windstoß draußen. Das Ziel ist nicht, die Wäsche „wegzuföhnen“, sondern die feuchten Luftmoleküle ständig gegen trockene auszutauschen. Ein einfacher Ventilator, den Sie vielleicht im Sommer günstig bei einem Diskonter in Österreich gekauft haben, reicht dafür völlig.
Wer einmal diesen Handtuch-Trick mit den Tipps zur Luftzirkulation kombiniert hat, wird den Unterschied sofort bemerken. Sie gewinnen nicht nur Zeit, sondern vermeiden auch teure Folgekosten durch mögliche Schimmelbildung. Es ist ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung.
Haben Sie diesen Trick schon einmal ausprobiert? Oder haben Sie einen eigenen Geheimtipp, um dicke Wäsche schnell trocken zu bekommen?

