Kennen Sie das: Sie putzen die Fenster, und kaum ist die Sonne draußen, sehen Sie die fiesen Schlieren? Sie kaufen teure Reiniger, polieren stundenlang, aber die Mühe war umsonst.
Wir haben in der Redaktion einen Tipp getestet, der zunächst verrückt klingt, aber funktioniert wie ein Zauber: Ein Beauty-Produkt, das fast jeder Österreicher im Badezimmer hat, macht Fenster nicht nur blitzsauber, sondern hält sie auch länger beschlagfrei. Das ist perfekt für die kalte Jahreszeit.
Vergessen Sie den Glasreiniger: Warum Rasierschaum das bessere Geheimnis ist
Als ich das erste Mal davon hörte, Rolfe aus der Steiermark würde seine Fenster mit Rasierschaum putzen, dachte ich an einen Scherz. Aber in meiner Praxis als Haushalts-Experte sah ich schnell: Hier steckt Methode dahinter.
Herkömmliche Glasreiniger entfernen Schmutz, hinterlassen aber oft Rückstände, die für die unschönen Streifen sorgen. Außerdem bieten sie keinen Schutz gegen das gefürchtete Beschlagen, das uns besonders im Herbst und Winter in Küche und Bad nervt.
Die doppelte Wirkung: Reinigen und schützen in einem Schritt
Rasierschaum ist mehr als nur Seife. Er enthält Inhaltsstoffe, die perfekt gegen typische Glasprobleme wirken:
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Fettlöser: Der Schaum entfernt gründlich Fett- und Schmutzfilme (Staub, Pollen, Küchenfett), die sich durch Regen absetzen.

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Die Schutzschicht: Das ist der entscheidende Punkt. Beim Auspolieren hinterlässt der Schaum eine feine, unsichtbare Schicht. Diese sorgt dafür, dass Wasser und Feuchtigkeit einfach abperlen.
Genau diese Schutzschicht verhindert, dass zu viel Kondenswasser entsteht – ein echter Vorteil in Altbauwohnungen in Wien oder feuchten Bädern im ganzen Land. Das Fenster bleibt nicht nur streifenfrei, sondern auch viel länger klar. Wer will schon ständig das Fensterleder zücken?
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So wenden Sie den Rasierschaum-Trick an
Dieser Hack ist überraschend einfach und kostet fast nichts, da Sie den Schaum wahrscheinlich ohnehin schon im Drogeriemarkt Ihres Vertrauens (BIPA, DM) besorgen.
Was Sie brauchen:
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Einen normalen Rasierschaum (kein Gel!)
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Ein sauberes Mikrofasertuch
Und so geht’s in 3 Minuten:
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Geben Sie eine kleine Menge Rasierschaum (etwa die Größe einer 1-Euro-Münze) direkt auf die Glasfläche oder ein Reinigungstuch.

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Verteilen Sie den Schaum gleichmäßig und leicht auf dem gesamten Fenster. Es muss keine dicke Schicht sein, ein feiner Film reicht aus.
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Polieren Sie sofort nach: Nehmen Sie das trockene Mikrofasertuch und polieren Sie den Schaum sorgfältig aus, bis das Glas völlig klar ist und keine Rückstände (Schlieren) mehr sichtbar sind. Hier liegt der Schlüssel zum streifenfreien Glanz.
By the way: Viele übersehen, dass dieser Trick auch hervorragend mit Klarspüler aus der Küche funktioniert. Aber der Rasierschaum hat durch seine Konsistenz den Vorteil, dass er sich leichter verteilen lässt.
Saisonale Vorteile: Herbst und Winter ohne beschlagene Fenster
Gerade wenn die Temperaturen sinken und die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen steigt, kämpfen wir in Österreich mit beschlagenen Fenstern – sei es im Bad beim Duschen oder in der Küche beim Kochen von Gulaschsuppe.
Ich bemerkte, dass Fenster, die mit Rasierschaum behandelt wurden, viel später anfangen zu beschlagen als unbehandelte. Die feine Schutzschicht agiert hier wie ein Abweiser, der Kondenswasser abhält. Das macht diesen Trick zu einem idealen Vorbereitungsschritt für die nasse Jahreszeit, lange bevor die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt wird.
Haben Sie diesen Tipp schon ausprobiert? Oder kennen Sie noch andere Hacks, die auf den ersten Blick absurd wirken, aber goldwert sind? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

