Drei Gründe, warum jeder Bäcker in Österreich diese Traumstücke den Vanillekipferln vorzieht, sobald er sie probiert hat

Drei Gründe, warum jeder Bäcker in Österreich diese Traumstücke den Vanillekipferln vorzieht, sobald er sie probiert hat

Hand aufs Herz: Gehören Vanillekipferl für Sie auch zur Weihnachtszeit wie der Christkindlmarkt zur Wiener Innenstadt? Ich dachte das lange Zeit auch. Aber ich habe in meiner Praxis bemerkt, dass diese zarten Hörnchen extrem launisch sind. Sie zerbrechen, der Teig bröselt, und sie gelingen fast nie so perfekt, wie es bei Omas Version der Fall war.

Doch es gibt eine Alternative, die nicht nur viel schneller zubereitet ist, sondern auch noch himmlischer auf der Zunge zergeht. Die Rede ist von „Traumstücken“ – und ich garantiere Ihnen: Sobald Sie dieses Rezept einmal probiert haben, wird es Ihr neues Weihnachts-High-Light.

Warum diese Kekse jeden Vanillekipferl-Vergleich gewinnen

Wir Österreicher lieben Tradition, aber wir sind auch pragmatisch. Wenn etwas einfacher ist und besser schmeckt, dann setzen wir uns darüber nicht hinweg. Ich habe drei klare Argumente gesammelt, warum dieses Rezept in jede Keks-Dose gehört.

1. Der Faktor Zeit: Keine stundenlange Feinarbeit nötig

Die größte Hürde bei Vanillekipferln ist das Formen. Dieses mühsame Hantieren, damit die kleinen Hörnchen nicht zerbrechen, nimmt Stunden in Anspruch. Bei den Traumstücken sieht das anders aus:

  • Sie formen den Teig einfach zu gleichmäßigen Rollen (ca. 2 cm Durchmesser).
  • Schneiden Sie 2 cm dicke Scheiben ab – das geht ratzfatz!
  • Die Form ist unkompliziert und extrem stabil beim Backen. Kein Zerbröseln, kein Frust.

Sie sparen dabei wirklich wertvolle Zeit, die Sie besser für das Dekorieren des Weihnachtsbaumes oder für einen Glühwein mit Freunden in Wien nutzen könnten.

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2. Die Textur: Zarter als man es für möglich hält

Ein perfekt gebackenes Traumstück zergeht förmlich auf der Zunge. Im Gegensatz zu manchen Kipferln, die schnell hart oder trocken werden können, bleiben diese Kekse unglaublich zart. Der Schlüssel liegt in der einfachen Zusammensetzung, die den Mund fast sofort mit dem vollen Vanille-Aroma füllt.

3. Die Abwandlung: Ein Meer an Geschmacksmöglichkeiten

Das Standard-Rezept ist himmlisch, aber ich habe festgestellt, dass die Traumstücke die perfekte Basis für Experimente sind. Hier können auch Hobbybäcker in Oberösterreich oder Tirol ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ich empfehle besonders zwei Aromen:

  • Zitrus-Kick: Fügen Sie einen Teelöffel fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone oder Orange hinzu. Achten Sie darauf, nur die gelbe/orange Schale zu verwenden, da das Weiße darunter schnell bitter wird. Diese Frische ist der perfekte Konterpart zum Marzipangeschmack.
  • Geheimtipp Mandel: Wenn Sie den typischen Marzipangeschmack lieben, geben Sie ein bis zwei Tropfen Mandelaroma in den Teig. Es veredelt die Plätzchen auf eine ganz besondere, fast luxuriöse Art.

Das Originalrezept für Trauma-Kekse

Folgen Sie dieser einfachen Anleitung. Sie werden sehen, wie wenig Aufwand ein echtes Weihnachtswunder benötigt.

Zutaten (ergibt mindestens zwei vollwertige Bleche):

  • 300 g Mehl (glatt)
  • 150 g Zucker (oder 130 g, wenn Sie Vanillezucker verwenden)
  • 5 Eigelb
  • 250 g weiche Butter
  • 2 Vanilleschoten oder 2 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Puderzucker zum Bestäuben

Schritt-für-Schritt zur Perfektion:

1. Vorbereitung (Das A und O): Heizen Sie Ihren Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vor. Seien Sie dabei nicht unordentlich – präzise Temperatur ist in der Backstube entscheidend!

2. Den Teig herstellen: In einer großen Schüssel Mehl sieben und die in Stücken geschnittene, weiche Butter hinzufügen. Geben Sie nun Zucker und Eigelb dazu. Wenn Sie echte Vanilleschoten verwenden: Schneiden Sie diese längs auf und kratzen Sie das Mark heraus. Mischen Sie alles mit einem Handmixer und Knetaufsatz zu einem homogenen Teig.

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3. Der Profi-Hack (Die Rollen): Teilen Sie den Teig in faustgroße Portionen. Rollen Sie diese Portionen auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu gleichmäßigen Strängen mit ca. 2–3 cm Durchmesser. Nehmen Sie ein scharfes Messer und schneiden Sie 2 cm dicke Scheiben ab. Dies sind Ihre Traumstücke.

4. Backzeit: Legen Sie ein Blech mit Backpapier aus und verteilen Sie die Kekse mit ausreichendem Abstand. Backen Sie die Traumstücke für genau 15 Minuten. Sie sollten nur leicht goldgelb sein. Nehmen Sie das Blech heraus und backen Sie die zweite Fuhre.

5. Der Schlussakt: Lassen Sie die Plätzchen vollständig abkühlen. Nur dann haften Puderzucker und erzeugen diesen wunderbaren, winterlichen Look.

Mein Geheimtipp: Essen Sie sie lauwarm

Viele vernachlässigen diesen Schritt, aber hier ist der praktische Wert: Versäumen Sie es nicht, mindestens zwei Traumstücke noch lauwarm zu essen. Die Vanille- und Butteraromen sind in diesem Zustand absolut intensiv und schmecken tatsächlich am allerbesten. Es ist der Höhepunkt der Vorweihnachtszeit, direkt aus dem Ofen.

Feiertagsrezepte bringen uns in Österreich immer zusammen. Ich bin gespannt, ob die Traumstücke bei Ihnen auch die Vanillekipferl vom Thron stoßen werden. Verraten Sie mir: Welches ist Ihr absolutes No-Go-Weihnachtskeks-Rezept und warum?

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