Warum Österreichs Sparer jetzt 480 Euro mehr vom Staat bekommen können: Das Ende der Riester-Rente

Warum Österreichs Sparer jetzt 480 Euro mehr vom Staat bekommen können: Das Ende der Riester-Rente

Die Riester-Rente ist tot, das System, das Millionen Sparer nur zur Verzweiflung brachte, endet. Vielleicht hatten auch Sie einen Vertrag, der mehr Kosten als Nutzen brachte. Aber halten Sie jetzt inne: Die neue Reform der privaten Altersvorsorge in Deutschland (Merz-Regierung) bringt überraschende Vorteile, die auch für uns Österreicher ein starkes Signal sind, wie man private Vorsorge heute richtig macht. Vor allem, wenn Sie Geringverdiener sind, müssen Sie diesen Artikel lesen – es geht um bis zu 480 Euro geschenktes Geld.

Das Riester-Problem: Warum ein bewährtes Konzept scheiterte

Ich verfolge diese Debatte schon lange und musste feststellen: Die alte Riester-Rente war kompliziert wie eine Wiener Nebenstraße im Berufsverkehr. Hohe Kosten, niedrige Renditen und starre Garantien, die das Kapital fesselten. In meiner Praxis habe ich oft erlebt, dass viele Sparer ihre Verträge einfach kündigten. Ein Viertel aller Verträge liegt brach – das zeigt, wie tief die Frustration saß.

Die deutsche Regierung zieht nun die Notbremse und ersetzt Riester durch ein völlig neues Altersvorsorgedepot. Das ist nicht nur eine kosmetische Korrektur, sondern ein Neustart. Und er ist aufregend, denn er setzt auf einfache Regeln und Transparenz.

Hier sind die fatalen Fehler der alten Riester-Rente, die nun behoben werden sollen:

  • Zwanghafte Garantien: Das Kapital musste garantiert werden, was Renditen fast unmöglich machte.
  • Starre Zulagen: Die Pauschale von 175 Euro jährlich war für Geringverdiener zu wenig Anreiz.
  • Hohe Kosten zu Beginn: Abschlussgebühren fielen oft sofort an und fraßen das Startkapital auf.

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Die neue Chance: Mehr Freiheit, höhere Zulagen (bis zu 480 Euro)

Der Kern des neuen Systems, das ab 2027 verfügbar sein soll, ist schlicht: Es wird ein Altersvorsorgedepot ohne zwingende Garantien eingeführt. Das bedeutet, das Kapital arbeitet am Markt. Für uns Konsumenten bedeutet das endlich die Möglichkeit auf ordentliche Renditen – wie ein guter Wiener Aktienfonds, aber mit staatlicher Unterstützung.

Doch der größte Game Changer ist die Reform der Zulagen. Sehen Sie genau hin, denn hier liegt das Geld:

Statt der starren 175 Euro setzt die Regierung auf eine proportionale Förderung. Das ist das clevere Detail, das vor allem Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen sofort profitieren lässt:

  • Für jeden gesparten Euro (bis zu 1.200 Euro jährlich) zahlt der Staat 30 Cent dazu (ab 2029: 35 Cent).
  • Die maximale Grundzulage steigt damit auf beeindruckende 480 Euro pro Jahr.

Das ist ein Plus von über 300 Euro im Vergleich zum alten Modell. Ich muss sagen, das ist eine echte Belohnung für jeden, der regelmäßig einen kleinen Betrag zur Seite legt. Das ist echtes Geld, das direkt in Ihre Vorsorge fließt – fast wie ein 13. Monatsgehalt, aber für die Rente.

Die „Frühstart-Rente“: Vorsorge ab der Volksschule

Und jetzt kommt der wirklich interessante Punkt, den viele übersehen: Die Regierung plant eine „Frühstart-Rente“ für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren. Zehn Euro monatlich staatlicher Zuschuss direkt in ein Depot – und das rückwirkend ab dem Geburtsjahrgang 2020 (Start 2026).

Stellen Sie sich vor: Ihr Kind beginnt mit dem Sparen, noch bevor es seinen ersten Nebenjob als Zeitungsbote antritt. Dieses kleine Startkapital, das 120 Euro jährlich umfasst, hat durch den Zinseszinseffekt eine enorme Wirkung, wenn es 40 Jahre lang arbeitet. Es ist, als würde man einem Fünfjährigen einen kleinen Samen schenken, der bis zur Pensionierung zu einem Baum gewachsen ist.

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Praktischer Tipp: So wechseln Sie jetzt schmerzfrei

Sie haben noch einen alten Riester-Vertrag, der Ihnen graue Haare bereitet? Gut, es gibt Bestandschutz: Sie können ihn behalten. Aber ehrlich gesagt: Warum sollten Sie? Finanztip berichtet, dass viele gekündigt haben – und das ist verständlich.

Das Beste an der Reform ist die Flexibilität: Sie können kostengünstig in das neue System wechseln, ohne die bisherigen Förderungen zurückzahlen zu müssen. Das ist entscheidend! Die Kosten für Abschluss und Vertrieb werden nun auf die gesamte Vertragslaufzeit verteilt, nicht sofort am Anfang abgezogen. Ihr Depot wird also nicht gleich zu Beginn durch hohe Gebühren ausgebremst.

Mein Rat: Warten Sie bis zur Einführung des neuen Depots (geplant 2027) und prüfen Sie sofort die Wechselmöglichkeit. Da es keine Rückzahlungen gibt, ist der Umstieg quasi risikofrei, aber die Renditechancen sind deutlich höher.

Fazit: Weniger Komplexität für mehr Ruhestand

Die Riester-Rente war ein Kompromiss, der sich im Sand verlaufen hat. Die neue Richtung ist klar: einfache Depots, marktnahe Renditen und massive Förderung für die, die es am nötigsten haben. Egal, ob Sie in Wien, Salzburg oder Innsbruck sitzen, diese Reform zeigt, wie private Altersvorsorge aussehen MUSS: transparent, flexibel und staatlich unterstützt.

Sind Sie bereit für den Wechsel, oder haben Sie bereits eine bessere Lösung für Ihre Altersvorsorge gefunden?

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