Drei Fehler, die Sie beim gelben DHL-Zettel im Briefkasten 2024 fast Ihre Daten kosten

Drei Fehler, die Sie beim gelben DHL-Zettel im Briefkasten 2024 fast Ihre Daten kosten

Die Vorweihnachtszeit in Österreich: Glühwein, Kekse – und ein Postkasten voller Pakete. Sie haben eine Lieferung verpasst und finden den bekannten gelben (oder in diesem Fall oft orangefarbenen) Benachrichtigungszettel. Jetzt heißt es: Vorsicht! Kriminelle nutzen perfekt gefälschte DHL-Zettel, um an Ihre sensiblen Daten oder Ihr Geld zu kommen. Wir zeigen Ihnen, warum dieser Zettel jetzt gefährlicher ist denn je und welche Schritte Sie sofort unternehmen müssen, um sich zu schützen.

Der neue Trick: Warum der QR-Code zur Falle wird

Sie warten auf das neue iPhone oder das Christkindl-Päckchen aus Deutschland. Dann der Zettel: Zustellung nicht möglich. Um einen neuen Termin zu vereinbaren, sollen Sie den prominent platzierten QR-Code scannen. In der Hektik des Alltags (und gerade jetzt, wo die Berge von Paketen im Lager Villach oder Wien-Simmering wachsen) ist die Versuchung groß, einfach schnell zu scannen und das Problem zu lösen.

Aber genau hier liegt der Haken:

  • Der Scan führt auf eine gefälschte Seite: Diese sieht der echten DHL-Seite zum Verwechseln ähnlich. Das Design, die Farben – alles sitzt perfekt.

  • Die Falle schnappt zu: Sie werden aufgefordert, persönliche Daten einzugeben (Name, Adresse, manchmal sogar Bankdaten), um die „neue Zustellung“ zu arrangieren.

  • Das Expertenwort (Quishing): Dieser Betrug nennt sich Quishing (QR-Code + Phishing) und ist laut Sicherheitsexperten der neueste Trend, weil er so einfach und effektiv ist.

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Ich habe das in meinen Recherchen immer wieder gesehen: Die Betrüger spielen mit der Gewohnheit. Wir sind es gewohnt, QR-Codes für Speisekarten, Registrierungen oder Bestätigungen zu nutzen. Diese neue Form des Betrugs nutzt dieses Vertrauen gnadenlos aus.

Die Drei Goldenen Regeln: So entlarven Sie die Fälschung sofort

DHL selbst warnt explizit: Sie werden niemals über einen QR-Code auf einer Benachrichtigungskarte aufgefordert, persönliche Daten einzugeben. Das sollte der erste Alarm sein. Aber wie sieht die Realität im österreichischen Postkasten aus?

Regel 1: Keine sensiblen Daten über QR-Codes

Wenn die angeblich neue Terminvereinbarung plötzlich nach Ihrem Geburtsdatum, der Kreditkartennummer oder Ihrem Passwort fragt – sofort abbrechen. Kein seriöser Zustelldienst in Österreich benötigt diese Informationen für eine einfache Neuplanung der Lieferung.

Regel 2: Finger weg von der Telefonnummer

Manche gefälschte Zettel enthalten eine (oft teure) Servicenummer, die Sie anrufen sollen, um die Zustellung zu klären. Rufen Sie diese Nummer keinesfalls an! Rufen Sie stattdessen immer die offizielle DHL-Hotline oder nutzen Sie die bekannten Kontaktkanäle, die Sie auf der Website dhl.at finden.

Regel 3: Der einfache Profi-Lifehack – Status prüfen

Das ist mein einfacher Tipp, der Ihnen viel Ärger erspart. Bevor Sie irgendetwas mit dem Zettel machen, prüfen Sie den Sendungsstatus über die offizielle App oder die Website. Nutzen Sie die Trackingnummer, die Ihnen der Absender (oder in der Regel die Benachrichtigungs-E-Mail) mitgeteilt hat.

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  • Wichtiger Unterschied: Die Trackingnummer auf der Benachrichtigungskarte und die Nummer, die Sie online erhalten haben, sollten übereinstimmen und auf der offiziellen DHL-Seite einen plausiblen Status anzeigen.

  • Wenn Sie und trotzdem einen Zettel finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Der psychologische Vorteil der Kriminellen

Die Polizei warnt eindringlich vor der psychologischen Tücke dieser Masche. Wir sind es gewohnt, im digitalen Leben immer wieder zusätzliche Schritte zur Verifizierung zu durchlaufen: Zwei-Faktor-Authentifizierung, TANs, App-Freigaben. Kriminelle nutzen diese Gewöhnung aus. Sie imitieren die Prozesse, die uns Sicherheit , um uns in die Falle zu locken.

Denken Sie daran: Gerade in der stressigen Weihnachtszeit, wenn man zehn Dinge gleichzeitig macht, ist die Aufmerksamkeit reduziert. Nehmen Sie sich kurz zwei Sekunden Zeit und fragen Sie sich: Ist das wirklich nötig? Braucht DHL wirklich meine Bankdaten, um mir das Packerl mit den Manner-Schnitten zuzustellen?

Die praktische Anweisung: Wenn Sie einen gefälschten Zettel vermuten, melden Sie dies bei DHL. Gehen Sie auf die offizielle Website und suchen Sie nach der Melde-E-Mail-Adresse für Phishing-Fälle. Damit helfen Sie auch anderen, nicht in dieselbe Falle zu tappen.

Haben Sie selbst schon einen verdächtigen QR-Code auf einem Benachrichtigungszettel gesehen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

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