Hand aufs Herz: Raclette ist der gemütlichste Weg, um durch den Winter zu kommen. Perfekt für einen langen Abend, aber die Wahrheit ist…
Die Dessert-Frage bleibt oft unbeantwortet. Entweder gibt es gar nichts oder etwas Langweiliges. Ich habe für mich festgestellt, dass man den Raclette-Grill für das Beste des Abends reservieren muss: für das süße Finale. Und ja, das geht viel einfacher und spektakulärer, als Sie denken!
Viele konzentrieren sich nur auf Käse und Schinken und übersehen das unglaubliche Potenzial dieser kleinen Pfännchen. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Silvester-Party oder den nächsten Spieleabend auf ein neues Level zu heben.
Der Insider-Trick: Darum lieben Gäste das süße Pfännchen
Als ich das erste Mal süßes Raclette ausprobierte, war ich überrascht, wie schnell es viral ging. Der Grund liegt in der „Sweet Bar“-Atmosphäre. Anstatt eines fertigen Kuchens bieten Sie ein interaktives Erlebnis.
Stellen Sie die Toppings – von Schokostreuseln bis Ahornsirup – in kleinen, liebevoll drapierten Schüsseln um das Gerät. Jeder kann sein eigenes kleines Kunstwerk kreieren. Das ist nicht nur Essen, das ist Entertainment!
Die wichtigsten Zutaten, die nie fehlen dürfen (Mein Starter-Kit):
- Früchte (Bananenscheiben, Beeren—besonders gut, wenn sie leicht warm werden).
- Zimt und Puderzucker. Ein Muss für Crêpes und Bratäpfel-Variationen.
- Mini-Marshmallows und zerkleinerte Schokolade (für die amerikanischen S’mores).
- Kekskrümel (Oreos oder Butterkekse) und Haselnusskrokant für den crunchigen Abschluss.
- Auf jeden Fall: Gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen). Sie schmilzt im Pfännchen zu einer sagenhaften Karamellsauce.
1. Mini-Brownies: Der unwiderstehliche „Dulce de Leche“-Hammer
Ja, Sie können vollwertige Brownies im Prinzip direkt am Tisch backen. Das Ergebnis ist ein warmer, zähflüssiger Schokotraum. Aber das Geheimnis ist die Sauce: Dulce de Leche.
So machen Sie die Schoko-Traumkombination:
Vorbereitung (Die Brownie-Basis):
Hacken Sie 50 g Schokolade und schmelzen Sie diese mit 60 g Butter über einem Wasserbad. Mischen Sie 50 g Mehl, 1 EL Kakao und 50 g Zucker. Rühren Sie dann nur noch das Ei (Größe M) und die Schoko-Butter-Masse unter. Fügen Sie zuletzt 30 ml Milch hinzu, um den Teig schön glatt zu bekommen.

Achtung: Die beste Vorbereitung ist die Dulce de Leche Sauce. Verteilen Sie gezuckerte Kondensmilch (ca. 400 g) in drei Einmachgläsern, verschließen Sie diese und kochen Sie sie zugedeckt für zwei Stunden im Wasserbad.
Zubereitung (Das Pfännchen-Geheimnis):
Geben Sie pro Pfännchen nur einen Esslöffel Brownie-Teig. Verteilen Sie ihn gleichmäßig und schieben Sie ihn für etwa 7 Minuten unter den Grill. Die warme, klebrige Brownieschicht ist das perfekte Fundament für die hausgemachte Dulce de Leche.
2. Amerikanische S’mores: Die 3-Minuten-Freude
S’mores sind der Inbegriff von Gemütlichkeit, aber wer hat schon ein Lagerfeuer im Wohnzimmer? Die Raclette-Pfännchen ersetzen den Grill und liefern das warme, schmelzige Erlebnis in Rekordzeit.
Was Sie brauchen: Butterkekse, Marshmallows und Zartbitterschokolade.
Die goldene Regel für S’mores-Perfektion:
- Legen Sie einen Butterkeks in das Pfännchen.
- Toppen Sie ihn mit einem Teelöffel gehackter Schokolade.
- Legen Sie drei Scheiben der (vorher gedrittelten) Marshmallows darauf – für maximales Schmelzpotential.
- Schieben Sie das Pfännchen 3 Minuten unter den Grill, bis die Marshmallows goldbraun sind.
Nehmen Sie das Pfännchen heraus und drücken Sie einen zweiten Keks leicht auf. Fertig ist der perfekte, klebrige S’more, den Sie ganz einfach herausheben können.
3. Crêpes im Pfännchen: Die flexible Basis
Ein ganzes Crêpes-Raclette? Unbedingt. Wenn Sie einen großen Stapel Crêpes backen müssten, wäre es mühsam. Aber im Raclette-Pfännchen entsteht ein dickerer, fast fluffiger Pfannkuchen, der sich perfekt mit Toppings kombinieren lässt.
Der Teig ist klassisch: Ei, Mehl, eine Prise Salz und langsam Milch hinzufügen (Teig 15 Minuten ruhen lassen!).

Der Lifehack beim Crêpes-Raclette:
Schmelzen Sie ein minimales Stück Butter im Pfännchen. Geben Sie 2 EL Teig darauf und lassen Sie ihn unter dem Grill 4–5 Minuten backen. Sobald die Ränder leicht fest sind, ist er bereit für die Veredelung.
- Bestreichen Sie ihn direkt im Pfännchen mit Nuss-Nougat-Creme.
- Belegen Sie ihn mit Bananenscheiben oder – mein Tipp für die Österreicher unter uns – mit Apfelmus und Zimt-Zucker.
4. Griechischer Joghurt: Die warme Nuss-Honig-Injektion
Dieses Dessert ist elegant, einfach vorzubereiten und bietet einen wunderbaren Kontrast zwischen warm und kalt. Es ist das perfekte, nicht zu schwere Ende eines langen Abends.
So funktioniert das warme Topping:
Hackt man Walnüsse und Haselnüsse grob und röstet sie (ohne Öl!) in einer Pfanne, bis sie herrlich duften. Vermischen Sie diese mit flüssigem Honig.
Der Clou: Verteilen Sie jeweils 2 EL dieser Honig-Nuss-Mischung in den sauberen Raclette-Pfännchen und erwärmen Sie sie für 3–4 Minuten unter dem heißen Grill. Durch die Hitze karamellisiert der Honig leicht und die Nüsse werden besonders aromatisch.
Servieren Sie den griechischen Joghurt in kleinen Schälchen. Jeder Gast löffelt dann die warme, duftende Honig-Nuss-Mischung darüber.
Ich habe bemerkt, dass diese kleinen Desserts die Stimmung am Tisch komplett verändern. Sie zögern den Abschied hinaus und lassen die Gäste mit einem süßen, überraschenden Erlebnis nach Hause gehen.
Und jetzt zu Ihnen: Welches herzhafte Topping würden Sie am liebsten gegen eine Schokosauce eintauschen?

