Du hast genug davon, jedes Jahr aufs Neue Geld für Pflanzen auszugeben und dein Beet von Grund auf neu zu bepflanzen? Wenn du deinen Garten liebst, aber wenig Zeit für aufwendige Gartenarbeit hast, dann lies jetzt weiter. Wir verraten dir 9 unkomplizierte, winterharte Stauden, die dich mit ihrer Schönheit jahrelang erfreuen werden – und das ganz ohne ständige Neuanpflanzungen.
Warum du jetzt auf winterharte Stauden setzen solltest
Einmal gesetzt, jahrelang Freude daran. Das ist das Motto für alle Gartenliebhaber, die einen pflegeleichten und wunderschönen Garten möchten. Stauden, die winterhart sind, sind nicht nur kostengünstiger, sondern auch nachhaltiger und machen deinem Garten mit jedem Jahr üppiger und schöner.
Der unterschätzte Star: Storchschnabel (Geranium)
Der Storchschnabel ist ein wahres Multitalent unter den Stauden. Er wächst flach als Bodendecker oder buschig in die Höhe und passt sich dank seiner vielen Sorten jedem Standort an – von sonnig bis schattig. Ich bin begeistert davon, wie lange er blüht und wie viele Insekten er anzieht. Besonders die Sorten ‚Rozanne‘ (blauviolett) und ‚Album‘ (weiß) haben es mir angetan.
- Standort: Sonne, Halbschatten oder Schatten
- Boden: Humos, locker
- Besonderheit: Sehr pflegeleicht, langlebig und lange Blütezeit.
Der heimliche Hingucker: Frauenmantel (Alchemilla mollis)
Mit seinen samtigen Blättern, die Wassertropfen wie Schmucksteine halten, ist Frauenmantel ein grüner Blickfang. Diese heimische Staude ist unglaublich pflegeleicht und eignet sich perfekt als Bodendecker. Sie macht einfach ihr eigenes Ding und erfreut dich mit ihren filigranen gelbgrünen Blüten.

- Standort: Halbschatten bis Sonne
- Boden: Locker, humos
- Besonderheit: Ideal als Bodendecker, unkompliziert und langlebig.
Die Überraschungskünstlerin: Katzenminze (Nepeta faassenii)
Ich staune jedes Jahr aufs Neue, wie schnell die Katzenminze nach dem Winter wieder zu voller Pracht aufläuft. Was im Winter fast verkümmert aussieht, verwandelt sich in wenigen Wochen in eine üppige, lila blühende Staude. Sie blüht lange und ist ein Magnet für Bienen und Schmetterlinge – ein echtes Qualitätssiegel für Winterhärte und Unkompliziertheit.
- Standort: Sonnig
- Boden: Durchlässig, mager
- Besonderheit: Dauerblüher, robust und trockenheitsverträglich.
Der mediterrane Klassiker: Lavendel (Lavandula angustifolia)
Auch wenn Lavendel aus dem Süden stammt, ist er bei uns ein Garant für Langlebigkeit. Der Schlüssel zum Erfolg: ein sonniger Standort und ein durchlässiger, karger Boden. Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht – das mag der Lavendel gar nicht. Mein Tipp: Sand und feinen Kies unter den Boden mischen, um die Drainage zu verbessern.
- Standort: Sonnig
- Boden: Karg, durchlässig
- Besonderheit: Duftpflanze, sehr trockenheitsresistent.
Die samtige Schönheit: Wollziest (Stachys byzantina)
Wollziest punktet nicht mit auffälligen Blüten, sondern mit seinen außergewöhnlich weichen, fast silbrigen Blättern, die an Kaninchenohren erinnern. Diese Struktur macht ihn robust gegen Trockenheit und Frost. Er liebt die pralle Sonne und ist als Bodendecker extrem üppig. Einfach die vertrockneten Blätter entfernen, und er treibt munter aus.
- Standort: Sonnig
- Boden: Durchlässig, mager
- Besonderheit: Schneckenresistent, ideal für Steingärten.
Die Insektenmagnete: Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)
Als Kind nannte ich den Purpur-Sonnenhut liebevoll „Haarbürsten“-Blume, weil sich so viele Schmetterlinge auf seiner stacheligen Mitte niederließen. Diese winterharte Staude bringt mit ihren plakativ pinken Blüten Cottage-Flair in deinen Garten. Um ihn buschig zu halten, solltest du verblühte Blütenstände im Frühjahr kräftig zurückschneiden.
- Standort: Sonnig
- Boden: Locker, nährstoffreich
- Besonderheit: Insektenfreundlich, starker Rückschnitt im Frühjahr empfohlen.
Der duftende Bodendecker: Polster-Thymian (Thymus serpyllum)
Ich bin ein großer Fan von Thymian – nicht nur in der Küche, sondern auch im Garten. Seine filigranen Blüten locken Insekten an und verströmen einen Duft, der mich direkt nach Südfrankreich versetzt. Der Polster-Thymian ist extrem pflegeleicht und kommt sogar an trockenen, steinigen Hängen zuverlässig jedes Jahr wieder.

- Standort: Sonnig
- Boden: Durchlässig, sandig
- Besonderheit: Sehr trockenheitsverträglich, bienenfreundlich.
Der späte Star: Herbstanemone (Anemone japonica)
Wenn die meisten anderen Blumen schon in die Herbstpause treten, feiert die Herbstanemone ihren großen Auftritt. Ihre zarten, weißen oder rosa Blüten blühen oft bis in den November hinein und verlängern so gefühlt den Sommer. Diese Staude ist pflegeleicht, robust und wird mit den Jahren immer schöner.
- Standort: Halbschatten bis Sonne
- Boden: Humos, frisch
- Besonderheit: Sehr langlebig, tolle Spätsommerblüte.
Die Herbst-Farbexplosion: Herbstastern (Aster novi-belgii)
Herbstastern in Lila, Purpur und Weiß sind echte Farbtupfer, wenn die Tage kürzer werden. Ich verbinde sie persönlich mit den goldenen Oktobertagen meiner Kindheit. Um sie gesund zu halten, lass die verblühten Triebe im Winter stehen – sie schützen die Pflanze vor Frost.
- Standort: Sonne bis Halbschatten
- Boden: Locker, nährstoffreich, gleichmäßig feucht
- Wasserbedarf: Mäßig
- Besonderheit: Blüht spät im Jahr, toller Farbtupfer im Herbstgarten.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um winterharte Stauden zu pflanzen?
Der ideale Zeitpunkt für das Pflanzen von winterharten Stauden ist entweder das Frühjahr (April bis Mai) oder der frühe Herbst (September bis Oktober). Mein persönlicher Tipp: Oft sind kleinere Pflanzen in den Gärtnereien günstiger und wachsen nach dem Einpflanzen robuster und schneller als die bereits großen Exemplare. Du wirst überrascht sein!
Ich hoffe, diese Auswahl an robusten und pflegeleichten Stauden bereitet dir genauso viel Freude wie mir. Welche dieser Schönheiten darf in deinem Garten einziehen?

