Wenn Sie im Supermarkt Butter kaufen, erwarten Sie reine, schmackhafte Sahne. Doch oft entpuppt sich das Produkt als eine Mischung unbekannter Herkunft. Laut österreichischer Norm (ÖNORM) darf sich nur ein Produkt, das ausschließlich aus Kuhmilch oder deren Erzeugnissen (also Rahm) hergestellt wird, als Butter bezeichnen. Ich habe mich auf die Suche nach Butter gemacht, der Sie wirklich vertrauen können und die den Geschmack Ihrer Gerichte nicht ruiniert.
Viele greifen blindlings zum erstbesten oder teuersten Produkt und hoffen auf das Beste. Aber was, wenn es einfachere Wege gibt, die Spreu vom Weizen zu trennen, noch bevor Sie die Butter zuhause verwenden? Ein paar simple Tests, die Sie sogar zu Hause durchführen können, enthüllen die Wahrheit. Und die Ergebnisse können schockierend sein, besonders wenn man den Preis bedenkt.
Der Butter-Check für zu Hause: Was wirklich zählt
Ein einfacher Test zeigt, ob Ihre Butter hält, was sie verspricht. Nehmen Sie ein Stück Butter aus dem Gefrierfach. Reines Butterprodukt sollte steinhart sein. Geben Sie es dann in kochendes Wasser. Wahre Butter löst sich vollständig auf, färbt das Wasser milchig und hinterlässt eine gleichmäßige Fettschicht. Alles andere deutet auf minderwertige Inhaltsstoffe oder Streckmittel hin.
Ich habe genau diese Tests mit verschiedenen bekannten Marken durchgeführt, die in österreichischen Supermärkten erhältlich sind. Mein Ziel war es, die Top 5 der besten Buttermarken basierend auf Inhaltsstoffen, Geschmack und Qualität zu ermitteln. Die Ergebnisse haben mich überrascht und teilweise schockiert.

Die entschlüsselten Ergebnisse: Unsere TOP 5 Butter-Champions
Nach akribischer Prüfung der Schmelz- und Erstarrungsverhalten der Fettsschicht, sowie dem allgemeinen Geschmack, kristallisierten sich klare Favoriten heraus:
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„Ja! Natürlich“ Bio-Butter
Diese Bio-Butter ist ein absoluter Spitzenreiter. Im heißen Wasser verhielt sie sich perfekt und bildete eine glatte, ebenmäßige Schicht ohne Einschlüsse. Auch beim Erkalten blieb die Schicht makellos homogen. Ein Beweis für reine Inhaltsstoffe und sorgfältige Herstellung.
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„Landliebe“ Sauerrahmbutter
Auch „Landliebe“ zeigte ein überzeugendes Ergebnis. Die Textur nach dem Erkalten war fein und glatt, ohne sichtbare Fremdkörper oder Körnchen. Sie hält, was der Name verspricht: Liebe zum Land und seinen Produkten.
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„Aldi Fair & Gut“ Butter
Diese Butter ist eine wirklich würdige Option. Obwohl die Farbe etwas kräftiger ist, absolvierte sie den Test mit Bravour. Die Schicht ist gleichmäßig und die Zusammensetzung entspricht den Normen. Ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.
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„Nöm“ Butter 82%
Obwohl sie schneller auftaut als andere, liefert „Nöm“ beim chemischen Test ein beachtliches Ergebnis. Sie erstarrt gleichmäßig und glatt, auch wenn winzige Einschlüsse erkennbar waren. Ein solider Kandidat für den täglichen Gebrauch.

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„Milbona“ Butter 82% (Lidl)
Ein weiterer beliebter Kandidat, der eine solide „Vier“ verdient. Sie hat zwar eine intensive Farbe und fühlbar gute Textur, aber nach dem Erkalten zeigten sich einige sichtbare Fetttröpfchen an der Oberfläche, die auf leichte Verunreinigungen hindeuten könnten.
Wer hat uns enttäuscht? Die kritischen Fälle
Die größte Enttäuschung war bei der Butter „Lustdorfauer“ 82,5% zu verzeichnen. Trotz des hohen Preises zerfiel sie im kochenden Wasser in undefinierbare Flocken, und das Wasser blieb fast klar. Das ist ein klares Indiz für einen geringen Milchfettanteil. Auch bei der Butter „Thermomontana“ stellten sich Fragen, da die Fettsschicht nach dem Erkalten ungleichmäßige Körnchen bildete, was auf Zusatzstoffe hindeutet.
Es zeigt sich wieder einmal: Der Preis ist nicht immer ein Garant für Qualität. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und vertrauen Sie auf das, was die Tests – und Ihr eigener Geschmack – Ihnen verraten. Aber vielleicht haben Sie ja selbst schon einen besonderen Trick, um die beste Butter zu finden?
Wie finden Sie persönlich die perfekte Butter für Ihre Küche? Teilen Sie Ihre Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren – wir sind gespannt!

