Kaum ist das neue Jahr angebrochen, packt viele das Aufräum-Fieber. Doch oft fehlt der entscheidende Anstoß, um wirklich loszulegen. Schränke quilllen über, Schubladen platzen – und dazwischen lauern Dinge, die wir eigentlich gar nicht mehr brauchen, aber trotzdem behalten. Aber womit fängt man an, ohne sich zu überfordern?
Der renommierte Minimalismus-Experte Joshua Becker kennt die Antwort. Er verrät, welche acht Dinge du ohne Reue sofort ausmisten kannst, um mehr Platz und Klarheit in deinem Leben zu schaffen. Bereit, einen radikalen Schnitt zu machen?
Abgelaufene Lebensmittel: Schluss mit Verfallsdaten!
Dein erster Schritt laut Becker: abgelaufene Lebensmittel – weg damit! Oder besser: verwerten, was noch geht. Aber Achtung: Ersetze nur das, was du wirklich konsumierst. Das spart nicht nur Geld, sondern auch wertvollen Platz in deinen Vorratsschränken.
Mein Tipp: Bevor du etwas wegwirfst, prüfe, ob es wirklich ungenießbar ist. Viele Produkte sind auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch einwandfrei.
Kleidung: Das „Vielleicht mal wieder anziehen“-Syndrom
Dein Kleiderschrank ist ein Schlachtfeld aus Teilen, die du seit Jahren nicht mehr getragen hast? Becker rät: Ausmisten! Es geht nicht darum, deine Lieblingsjeans zu opfern, sondern um die Kleider, die still und heimlich wertvollen Platz wegnehmen. Die Kandidaten lauern meist ganz hinten im Schrank.

- Intakte Kleidung, die du nicht mehr trägst, gehört nicht in den Müll.
- Spende, verschenke oder verkaufe sie auf Plattformen wie Vinted oder Kleinanzeigen.
Spiele: Verstaubte Erinnerungen oder Ballast?
Besitzt du eine Schublade voller Spiele und Puzzles, die du seit Ewigkeiten nicht mehr angerührt hast? Beckers Urteil: Raus damit! Auch bei Kinderzimmern lohnt ein regelmäßiger Check. Spiele, die nicht mehr dem Alter entsprechen, können oft noch Freude bei jüngeren Kindern bereiten.
Alte Technik und ihre Kabel: Ein Friedhof der Möglichkeiten
Alte Smartphones, Ladekabel oder Konsolen, die längst durch neuere Modelle ersetzt wurden: Wir neigen dazu, sie im Schrank zu horten – für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir sie doch noch mal brauchen. Becker ist da unerbittlich: Neue Technik ist besser, alte Elektronik mit veralteter Technologie wird wohl kaum noch zum Einsatz kommen. Hier darfst du rigoros aussortieren.
Kochgeschirr: Flickenteppich der Küchenutensilien
Passen Deckel und Topf nicht mehr zusammen? Hast du mehr Pfannenwender als du Hände hast? Das ist eine bekannte Schwäche vieler Küchen. Becker fordert: Entferne alles, was du nicht wirklich brauchst. Frage dich ehrlich, welches Kochgeschirr du täglich nutzt und was nur wertvollen Platz raubt.

Bettwäsche: Ein Bett – genug Decken
Alte Bettwäsche, Handtücher oder gar Putzlappen, die ihr Dasein fristen, sind Ballast. Besonders, wenn du kürzlich in neue Bettwäsche investiert hast. Mach reinen Tisch und befreie dich von den Textilien, die du nicht mehr benötigst.
Reisegepäck: Mehr Koffer als Reisen?
Mit der Zeit sammelt sich eine kleine Koffer-Armada an. Doch seien wir ehrlich: Brauchen wir wirklich fünf Koffer in allen Größen? Wenn du weniger reist oder ein oder zwei Lieblingskoffer hast, ist es Zeit, den Dachboden oder Keller aufzuräumen und unnötiges Gepäck auszusortieren.
Bücherregale: Mehr als nur Staubfänger
Dein Bücherregal quillt über und du nimmst die meisten Romane nicht mehr zur Hand, nachdem du sie einmal gelesen hast? Becker empfiehlt: Behalte nur, was du wirklich noch liest oder immer wieder zur Hand nimmst. Alles andere sind nur potenzielle Staubfänger, die wertvollen Platz beanspruchen.
Das Wichtigste laut Joshua Becker ist nicht, möglichst wenig zu besitzen. Es geht darum, mehr Zeit für das zu haben, was wirklich zählt. Stelle dir beim Ausmisten die entscheidende Frage: Brauche ich das wirklich, oder raubt es mir am Ende nur Zeit?
Was sind deine größten Ausmist-Herausforderungen zu Hause? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

