Kennen Sie das? Man verschlingt Krimis seit Jahren und plötzlich scheint alles nur noch Aufguss zu sein. Die Plottwists werden vorhersehbar, die Charaktere blass. Ich dachte wirklich, ich würde so schnell keinen neuen Thriller mehr finden, der mich wirklich bis spät in die Nacht fesselt. Falsch gedacht!
Beim Stöbern in meiner lokalen Buchhandlung (ja, in Österreich geht nichts ohne Thalia-Besuch!) bin ich zufällig über eine Reihe gestolpert, die mich total kalt erwischt hat. Es ist die Augusta-Bloom-Reihe von Leona Deakin. Sie hat das gleiche Suchtpotential wie Freida McFadden, spart aber nicht an kluger Psychologie. Lesen Sie jetzt, warum Sie dieses Buch sofort auf Ihre Wunschliste setzen müssen.
Warum jeder in Wien, Graz oder Linz jetzt über Augusta Bloom spricht
Die „Augusta Bloom“-Reihe ist ein echter Glücksgriff für alle, die starke, weibliche Profile und Psychothriller lieben. Die Hauptfigur, Dr. Augusta Bloom, ist eine Psychologin und Privatdetektivin – eine Kombination, die von vorneherein Spannung verspricht.
In der Praxis sehe ich oft, dass die besten Thriller die sind, die nicht nur eine Leiche präsentieren, sondern tief in die menschliche Psyche blicken. Und genau das macht „Mind Games“, der erste Band, so herausragend.
Der Insider-Trick: Darum ist dieses Buch so schnell gelesen
Lange Kapitel mit ellenlangen Beschreibungen können den Lesefluss bremsen, gerade wenn man abends müde von der Arbeit kommt. Was ich an „Mind Games“ sofort bemerkt habe, ist ein genialer Kunstgriff, den man sonst nur von absoluten Bestsellern kennt:

- Kurze Kapitel: Jedes Kapitel ist kurz und knackig, perfekt für die U-Bahn-Fahrt oder die Mittagspause.
- Der Cliffhanger-Effekt: Quasi jedes Kapitel endet mit einem Mikro-Cliffhanger. Man denkt sich ständig: „Nur noch diese eine Seite…“ und eh man sich versieht, hat man 50 weitere Seiten verschlungen. Das ist der wahre Suchtfaktor.
- Die Geschwindigkeit: Das Buch fühlt sich an wie ein Actionfilm im Printformat. Es gibt keine unnötigen Füller; jede Szene treibt die Handlung voran.
Sie werden dieses Buch kaum aus der Hand legen können. Es ist, als hätte man einen Kaffeebecher voller roter Bullen anstatt eines entspannten Tees vor sich.
Der Fall: Wenn das Opfer selbst zum Täter werden könnte
Der Plot von „Mind Games“ ist nicht nur clever, sondern auch verstörend aktuell. Vier Menschen in London erhalten anonym eine Geburtstagskarte. Die Nachricht: „Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?“ Dann verschwinden sie spurlos.
Da die Polizei die Sache nicht ernst nimmt (ein klassisches Thriller-Element, das immer zieht), tritt Augusta Bloom auf den Plan. Sie beginnt, die Profile der Vermissten zu analysieren und entdeckt eine gefährliche Gemeinsamkeit:
Alle vier hatten eine dunkle Seite, ein verborgenes Gewaltpotenzial. Offenbar nutzt der Täter genau diese dunkle Seite seiner Opfer aus.

Und jetzt kommt der Psychologie-Kniff, den viele übersehen:
Die Spannung entsteht hier nicht nur durch die Jagd nach dem Entführer. Die wahre Faszination liegt darin, dass der Täter versucht, die Ermittlerin selbst in sein tödliches Spiel hineinzuziehen. Es geht nicht nur um das Lösen eines Rätsels, sondern um die Frage, wem man trauen kann – nicht zuletzt sich selbst.
Mein praktischer Lesetipp für Thriller-Einsteiger
Wenn Sie oft zwischen dem ersten und zweiten Band einer Reihe zögern, hier mein Rat: Bestellen oder besorgen Sie sich den zweiten Teil, „Lost – Du darfst dich nicht erinnern“, direkt mit dem ersten. Ich habe in meiner Praxis erlebt, wie frustrierend es ist, mitten in der Nacht den ersten Teil zu beenden und dann festzustellen, dass man auf den Nachfolger warten muss.
Gerade bei dieser Serie, die so viele Cliffhanger bietet, ist es eine kleine Investition in Ihre mentale Ruhe, den Nachschub griffbereit zu haben. Denken Sie daran: Ein guter Thriller ist in Österreich oft schneller ausverkauft, als Sie „Wiener Schnitzel“ sagen können.
Ich bin extrem gespannt, wie sich Augusta Bloom weiterentwickelt und welche komplexen Fälle sie noch lösen wird. Diese Reihe hat das Zeug zum Megaseller.
Haben Sie „Mind Games“ schon gelesen? Oder welche Thriller-Reihe hat Sie zuletzt wirklich umgehauen?

