Das kontraintuitive Glück: Wie dieses Paar mit 68 sein Familienhaus aufgab und in Montpellier neu anfing

Das kontraintuitive Glück: Wie dieses Paar mit 68 sein Familienhaus aufgab und in Montpellier neu anfing

Die meisten glauben: Das Nest, das Eigenheim, das ist Sicherheit. Doch für immer mehr Menschen wird genau dieses Zuhause mit den Jahren zur Last, zum Museum, das Pflege braucht. Michel und Françoise (68 und 65) erlebten diesen Schockmoment an einem Wintertag. Sie schaufelten Schnee im leeren Garten – und beschlossen, ihr geliebtes Haus im Großraum Paris gegen eine Neubauwohnung in Montpellier einzutauschen. Sie bereuen nichts. Entdecken Sie, warum dieser radikale Schritt für viele Österreicher die cleverste Art ist, den Ruhestand wirklich zu genießen.

Ich habe mir diesen Trend genau angesehen. Es ist keine Flucht, es ist eine Neuausrichtung. Das Ziel: Mehr Lebensqualität und weniger Unterhaltsstress. Besonders für die Zielgruppe 60+, die aus ihren zu groß gewordenen Häusern auszieht, um sich an einem lebendigen Ort wie Montpellier neu zu verwurzeln.

Der wahre Auslöser: Wenn das Zuhause zum Gewicht wird

Das alte Familienhaus strahlt Geborgenheit aus. Aber in der Praxis ist es oft ein Maintenance-Albtraum.

Die kleinen Dinge summieren sich: die Treppe, die abends plötzlich unüberwindbar scheint, die Heizung, die im Jänner zum dritten Mal streikt, oder die Kinder, die seltener zu Besuch kommen, weil sie selbst im Stress sind. Man hält aus Loyalität fest, bis man sich fragt: Wieso denken wir nicht einmal an uns?

Für das Paar Michel und Françoise war es ein Fehlalarm des Feuermelders beim Abendessen, der alles auslöste. Im dritten Stockwerk, keiner da, um schnell zu helfen. In diesem Moment merkten sie: Ihr Zuhause war kein Kokon mehr, sondern ein Ballast.

Hier sind die häufigsten Schmerzpunkte, die ich bei Umzüglern beobachtet habe:

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  • Die ständige Sorge um Reparaturen und Instandhaltung (speziell in Österreich, wo die Handwerkerpreise stark gestiegen sind).
  • Zu hohe Energiekosten für riesige, schlecht isolierte Altbauten.
  • Die Isolation, wenn Freunde und Aktivitäten weit entfernt sind.
  • Treppen und Schwellen, die alltägliche Bewegungen unnötig erschweren.

Montpellier: Mehr als nur Urlaubsklima

Warum entscheiden sich Menschen aus dem deutschsprachigen Raum – die oft in ländlichen Regionen Österreichs verwurzelt waren – für eine Stadt wie Montpellier? Es geht nicht nur ums Wetter. Es ist das Gleichgewicht.

Montpellier ist lebendig, aber nicht hektisch. Es gibt Märkte, Kulturveranstaltungen das ganze Jahr über und ein effizientes Straßenbahnnetz, das alle Stadtteile verbindet. Das Wichtigste für Senioren, die neu bauen: Die Neubauprojekte sind oft bereits auf die Bedürfnisse älterer Generationen zugeschnitten.

Michel und Françoise suchten lange. Ein lichtdurchfluteter Ort, zentral, aber ruhig. Sie fanden ihn in einem Neubau mit Parkblick, Aufzug und allen wichtigen Geschäften in Reichweite. Damals nur auf dem Plan, aber sie konnten sich sofort ihr neues Leben dort vorstellen.

Der praktische Vorteil eines Neubaus

Mit 65 Jahren noch in einen Neubau zu investieren, mag unvernünftig klingen. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall, wie mir die beiden erklärten: „Es war vernünftiger, als in einem unpassenden Haus zu verharren.“

Der Neubau bietet eine unglaubliche Erleichterung und vor allem Kalkulationssicherheit.

Der Lifehack: Warum Neubau im Alter Geld spart

Viele Österreicher scheuen hohe Anfangsinvestitionen. Doch auf lange Sicht ist das neue, barrierefreie Zuhause oft die bessere Entscheidung. Kein Ärger mit ungeplanten Rechnungen, keine Infiltrationen, kein Stress mit Handwerkern.

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Das haben Michel und Françoise konkret gewonnen:

  • Niedrigere Energiekosten: Moderne Dämmstandards (oft Passivhaus-Niveau) reduzieren die monatlichen Fixkosten drastisch, was in Zeiten steigender Gas- und Strompreise in {country} ein gewichtiger Punkt ist.
  • Komfort durch Technologie: Automatische Rollläden, perfekte Isolierung, altersgerechte Türen und Bäder. Keine Marotte, sondern vorausschauende Planung („Antizipation“).
  • Sicherheit und Ruhe: Alles ist brandneu, auf dem neuesten Stand. Sie gewinnen Gewissheit, statt ständig einen Reparaturbedarf (wie den defekten Rauchmelder) beheben zu müssen.

Was sich wirklich verändert hat

Sie sagen es ganz offen: „Wir leben mehr, wir leben besser.“

Françoise war überrascht von einem Gefühl der Befreiung: „Ich dachte, ich würde einen Teil von mir verlieren, wenn ich das Haus verlassen. Stattdessen habe ich mich wiedergefunden.“

Sie gehen ins Kino, besuchen die Mediathek, sind jeden Samstag auf dem Markt. Ihre Enkel lieben es, sie zu besuchen, denn die Anbindung an den Bahnhof ist perfekt – und das Meer ist nur 20 Minuten entfernt.

Das neue Leben in Montpellier ist ein zweiter Frühling. Es ist ein selbstbestimmtes Kapitel, das sie in einem passenden Rahmen schreiben. Dieser Umzug ist keine Flucht vor dem Alter. Es ist eine bewusste Platznahme für das, was wirklich zählt: Das Jetzt.

Und Sie? Sehen Sie Ihr langjähriges Zuhause als Anker oder als Ankerkette, die Sie festhält? Schreiben Sie uns, was Sie von einem so radikalen Neustart halten!

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