Der 30-Euro-Trick: Wie ich das Abflussrohr selbst reinigte und 800 Euro für den Installateur sparte

Der 30-Euro-Trick: Wie ich das Abflussrohr selbst reinigte und 800 Euro für den Installateur sparte

Abwasser, das nicht abläuft, und dieser unangenehme Geruch in der Küche oder im Bad sind die Schmerzpunkte, die jeder kennt. Ein Installateur verlangt in Österreich für das Reinigen eines Abflusses schnell 800 Euro. Bevor Sie diesen Betrag ausgeben, sollten Sie einen einfachen Trick versuchen. Ich habe es selbst getestet, und es funktioniert besser als viele teure Chemikalien – Sie brauchen nur zwei Zutaten aus Ihrem Küchenschrank.

Warum jetzt handeln? Ein leichtes Verstopfen wird schnell zum ernsten Problem und kann zu teuren Reparaturen führen. Die Methode, die ich Ihnen zeige, löst nicht nur das Symptom, sondern entfernt die Hauptursache: Fett und organischen Schleim.

Der wahre Schuldige: Warum der Pömpel oft versagt

Wenn das Wasser im Waschbecken steht, greifen die meisten von uns zum Pömpel (Saugglocke). Er erzeugt zwar Vakuum und zieht oft leichte Verstopfungen heraus, aber er beseitigt nicht den festgesetzten Belag. Das Haar, Seifenreste und Fett bilden eine zähe Schicht an den Rohrwänden. Hier kommt unser chemischer Geheimtipp ins Spiel.

Ich habe beobachtet: Viele übersehen, dass sich der meiste Schmutz nicht am tiefsten Punkt, sondern an den Innenwänden des Siphons und der Rohre festsetzt. Genau dort muss die Reinigungskraft ansetzen.

Die Vorbereitung: Das Waschbecken muss fast trocken sein

Damit unsere Mischung ihre volle Kraft entfalten kann, muss sie pur mit dem Schmutz reagieren. Je mehr Wasser im Abfluss steht, desto stärker wird die Mischung verdünnt und verliert ihre Wirkung. Darum ist dieser Schritt entscheidend:

Der 30-Euro-Trick: Wie ich das Abflussrohr selbst reinigte und 800 Euro für den Installateur sparte - image 1

  • Schöpfen Sie das stehende Schmutzwasser aus dem Waschbecken maximal ab.
  • Das Becken sollte am besten fast trocken sein, der Abfluss frei zugänglich.

Wichtig: Verwenden Sie für diese Methode unbedingt kalzinierte Soda (Waschsoda), nicht die handelsübliche Backsoda (Natron). Kalzinierte Soda ist deutlich alkalischer und löst Fettablagerungen viel effektiver auf.

Die 15-Minuten-Lösung: So fressen sich Soda und Essig durch den Schmutz

Die Magie liegt in der Reaktion der beiden Haushaltsmittel. Kalzinierte Soda in Kombination mit 9%igem Tafelessig sorgt für einen starken, sprudelnden Reinigungseffekt, der mechanisch und chemisch wirkt.

Das benötigen Sie:

  • Eine halbe bis ganze Tasse (ca. 100-150 g) kalzinierte Soda.
  • Eine halbe bis ganze Tasse (ca. 100-150 ml) 9%iger Tafelessig.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Schütten Sie die gesamte Menge Soda direkt in den Abfluss.
  2. Gießen Sie sofort danach den Essig hinterher.
  3. Die Reaktion beginnt augenblicklich: Es wird zischen und stark blubbern. Lassen Sie die Mischung mindestens 15 Minuten im Rohr arbeiten. Dabei entsteht Karbondioxid, das den Abfluss mechanisch reinigt.

Tipp: Halten Sie den Abfluss während der Reaktion nicht verschlossen, damit die Gase entweichen können.

Die Spülung: Heiß, aber nicht kochend

Nach 15 Minuten ist die chemische Reaktion beendet. Jetzt geht es darum, die gelösten Ablagerungen vollständig zu entfernen. Diesen Teil machen viele falsch und riskieren damit, das Rohr nicht vollständig zu reinigen.

Der 30-Euro-Trick: Wie ich das Abflussrohr selbst reinigte und 800 Euro für den Installateur sparte - image 2

Darauf müssen Sie achten:

  • Benutzen Sie kein kochendes Wasser, da dies Kunststoffrohre beschädigen kann.
  • Verwenden Sie stattdessen mehrere Liter sehr heißes, aber nicht siedendes Wasser.
  • Gießen Sie das heiße Wasser langsam direkt in den Abfluss, um die Reste der Mischung und den gelösten Schmutz wegzuspülen.
  • Lassen Sie anschließend den heißen Wasserhahn für zwei bis drei Minuten laufen.

Das Ergebnis: Wenn Sie das Wasser nun abstellen, sollten Sie feststellen, dass das Wasser sofort und geräuschlos abfließt. Der fiese Geruch, der oft durch zersetzende Fettpartikel entsteht, ist ebenfalls verschwunden.

Wann sollte man diese Methode wiederholen?

Diese einfache, kostengünstige Methode (Materialkosten liegen bei unter 30 Cent!) ist ideal zur vorbeugenden Wartung. Ich rate davon ab, sie öfter als **einmal alle zwei bis drei Monate** anzuwenden.

Wenn das Problem nach der Wiederholung dieser Prozedur immer noch besteht, ist die Verstopfung wahrscheinlich mechanischer Natur – ein massives Bündel Haare oder ein Fremdkörper im Siphon. Dann hilft nur noch die Demontage des Siphons oder ein Fall für den teuren Installateur.

Aber in 9 von 10 Fällen können Sie diesen teuren Anruf mit Soda und Essig vermeiden. Und Sie, wie oft hatten Sie schon einen verstopften Abfluss und wie haben Sie das Problem gelöst?

Nach oben scrollen