Wenn Sie Datteln lieben, kennen Sie den Schmerz: Sie kaufen eine Packung dieser herrlichen, natürlichen Süßigkeiten, legen sie in den Schrank und nach einer Woche sind sie trocken, hart und zäh. Sie verlieren ihre appetitliche Textur und erinnern eher an Holz als an die saftigen Früchte, die Sie sich erhofft hatten.
Ich habe dieses Problem selbst jahrelang ignoriert, bis ich in meiner Praxis als Food-Bloggerin auf einen einfachen, aber genialen Trick stieß. Er ist so kontraintuitiv, dass viele Österreicher zögern, ihn anzuwenden. Die Lösung? Der Gefrierschrank. Lesen Sie weiter, denn dieser Lifehack verwandelt Ihre Datteln in ein Dessert der Spitzenklasse und spart Ihnen bares Geld.
Der Mythos vom „gefrorenen Stein“ – und warum er bei Datteln nicht funktioniert
Ihre erste Reaktion ist wahrscheinlich: „Im Gefrierschrank werden die Datteln steinhart wie Eiswürfel!“ Das dachte ich auch. Aber hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen Datteln und anderem Obst, das wir in den Wiener Supermärkten oder auf dem Bauernmarkt oft kaufen:
- Datteln enthalten extrem wenig Wasser.
- Datteln sind randvoll mit natürlichem Fruchtzucker.
Diese einzigartige Zusammensetzung bedeutet, dass die Früchte nicht richtig durchfrieren können. Sie bleiben biegsam und kühlen nur auf eine angenehme Temperatur herunter. Dies ist keine Magie, sondern reine Lebensmittelchemie, die sich jeder in Österreich zunutze machen kann.

Der „Karamell-Effekt“: Warum eingefrorene Datteln besser schmecken
Wenn ich eine Dattel aus dem Gefrierfach hole, erlebe ich jedes Mal aufs Neue eine Überraschung. Die Textur verwandelt sich:
Was passiert, wenn die Dattel ruht?
Wenn Datteln bei Raumtemperatur gelagert werden, verlieren sie langsam Feuchtigkeit und der Zucker kristallisiert. Das Resultat ist eine trockene, oft zu süße Frucht, die an der Oberfläche einen unappetitlichen weißen Belag entwickelt – das sogenannte Ausschwitzen des Zuckers.
Was passiert, wenn die Dattel eingefroren wird?
Durch die Kälte wird der Feuchtigkeitsverlust gestoppt und die Zuckerkristallisation verhindert. Die Textur wird unglaublich weich und fleischig. Ich würde sogar sagen, sie erinnert an feinstes, zart schmelzendes Toffee oder Karamell. Die intensive Süße wird durch die Kälte gemildert und erscheint ausgewogener und angenehmer.
Das ist besonders wichtig, wenn Sie Datteln in großen Mengen kaufen – zum Beispiel für die eigene Backstube oder als gesunder Snack während der kalten österreichischen Wintermonate. Sie behalten monatelang ihre Qualität, ohne dass der Geschmack leidet.
Schritt-für-Schritt: So lagern Sie Datteln richtig im Gefrierschrank
Die Methode ist denkbar einfach und benötigt kaum Vorbereitung. Wichtig ist nur, dass Sie die Früchte vor Gefrierbrand schützen:

- Vorbereitung: Prüfen Sie Ihre Datteln. Wenn sie bereits mit Kern sind, umso besser – das Innere bleibt noch saftiger.
- Verpackung ist entscheidend: Legen Sie die Datteln in einen luftdichten Behälter. Am besten eignet sich ein stabiler Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss oder eine Plastikdose. Achten Sie darauf, so viel Luft wie möglich zu entfernen, um die Haltbarkeit zu maximieren.
- Ab in die Eiseskälte: Platzieren Sie den Behälter in Ihrem Gefrierschrank. Die ideale Temperatur ist –18 °C.
Der größte Vorteil: Keine Auftauzeit nötig
Das Beste an diesem Trick? Sie müssen die Datteln nicht stundenlang im Voraus auftauen lassen! Sie können sie direkt aus dem Gefrierfach genießen. Die Dattel ist dann angenehm kühl, leicht fest und beginnt sofort im Mund zu schmelzen.
In meiner Erfahrung ist dies das ideale Aufbewahrungsverfahren für alle, die Datteln nicht nur als Zutat, sondern als schnellen, gesunden Snack schätzen.
Fazit: Schluss mit trockenen Früchten
Wer einmal diese „eingefrorene“ Textur probiert hat, kehrt nicht mehr zur Lagerung im Küchenschrank zurück. Der Gefrierschrank ist nicht nur der beste Ort, um die Frische zu bewahren, sondern auch, um die Datteln geschmacklich auf ein neues Level zu heben.
Wenn Sie also das nächste Mal in Linz, Graz oder Wien im Geschäft Datteln im Vorteilspack sehen, greifen Sie zu, ohne Angst haben zu müssen, dass sie vorzeitig verderben.
Und jetzt zu Ihnen: Haben Sie schon einmal Trockenfrüchte eingefroren? Oder haben Sie andere geheime Lagerungstricks, die Sie mit der Community teilen möchten?

