Es ist ein Anblick, den fast jeder in Österreich kennt, sobald die Heizsaison beginnt: Die Fenster „weinen“ förmlich. Kleine Pfützen auf der Fensterbank, beschlagene Scheiben und dieses ständige Gefühl von unangenehmer Feuchtigkeit. Aber was noch schlimmer ist: Dieses Kondenswasser ist der beste Nährboden für Schimmel, der sich in kalten Ecken oder an den Dichtungen bildet.
Ich habe in meiner Praxis bemerkt, dass viele sofort zu teuren Entfeuchtern aus dem Baumarkt greifen. Aber es gibt eine Methode, die erfahrene Hausbesitzer in Wien oder Salzburg seit Generationen anwenden, die fast nichts kostet und sofort wirkt. Es geht um das einfachste Küchenutensil, das Sie bereits zu Hause haben: Salz.
Warum Ihre Fenster „schwitzen“ und woher der Schimmel kommt
Bevor wir zur Lösung kommen, müssen wir verstehen, was wirklich passiert. Die Ursache des Übels ist der Temperaturunterschied. Warme, feuchte Raumluft – oft verursacht durch Kochen, Duschen oder einfach Atmen – trifft auf die kälteste Oberfläche im Raum, das Fensterglas.
Die Luft kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, und sie schlägt sich als Wassertropfen nieder – das ist der Kondensat. Wenn das in großer Menge passiert, ist die Luftfeuchtigkeit einfach zu hoch.
Die versteckte Gefahr, die viele übersehen
Die meisten Menschen wischen das Wasser ab und denken, das Problem sei gelöst. Aber das permanente feuchte Klima, besonders an kalten Tagen, erlaubt es Schimmelsporen, sich festzusetzen. In Österreich, wo die Winter lang und die Wohnungen oft gut gedämmt, aber wenig gelüftet sind, ist das ein Dauerproblem.
Lüften hilft natürlich, aber es gibt Situationen (kalte Nacht, Abwesenheit), in denen Sie einen ständigen „Feuchtigkeitsmagneten“ brauchen.

Der Insider-Trick: Eine Schale Salz auf der Fensterbank
Vergessen Sie die teuren Granulat-Absorber aus dem OBI oder Bauhaus. Sie können den besten Luftentfeuchter selbst herstellen. Es braucht nur eine kleine, unscheinbare Schale oder ein Tellerchen und handelsübliches Salz.
Salz ist ein phänomenaler, natürlicher Trockenmittel (Absorptionsmittel). Es zieht die Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an wie ein Schwamm. Stellen Sie die Schale einfach direkt auf die Fensterbank, so nah wie möglich an die problematische Scheibe.
- Verwenden Sie grobes oder Meersalz. Es hat eine größere Oberfläche als feines Speisesalz und absorbiert besser.
- Füllen Sie die Schale etwa 1 bis 2 cm hoch auf.
- Platzieren Sie sie in den Räumen mit der höchsten Feuchtigkeit (Küche, Bad, Schlafzimmer).
Das Beste an dieser Methode
Der größte Vorteil dieses Lifehacks ist seine Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Sobald das Salz die Feuchtigkeit aufnimmt und hart oder klumpig wird, ist es gesättigt. Es ist aber nicht Müll!
Sie können es einfach: Das gesättigte Salz auf einem Backblech im leicht warmen Backrohr (ca. 100°C) oder auf einer warmen Heizung trocknen. Sobald es wieder körnig ist, kann es unbegrenzt wiederverwendet werden. Das ist echtes Sparpotenzial, das sich im gesamten Winter bemerkbar macht.
Das Power-Upgrade: Zusammen mit Lorbeerblättern
Mir ist aufgefallen, dass erfahrene Hausfrauen und Hausmänner in Niederösterreich dem Salz noch eine weitere Zutat hinzufügen, um den Anti-Schimmel-Effekt zu maximieren: Lorbeerblätter.

Warum Lorbeer? Frische Lorbeerblätter enthalten flüchtige Substanzen, sogenannte Phytonzide, die eine fungizide Wirkung besitzen. Vereinfacht gesagt, können sie das Wachstum von Schimmelsporen in der Luft hemmen, noch bevor sie sich an der feuchten Wand festsetzen können.
So wenden Sie den Duo-Trick an:
Legen Sie einfach zwei bis drei frische Lorbeerblätter (oder getrocknete, die Sie leicht zerreiben) mit in die Salatschale auf der Fensterbank. Sie schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe:
Erstens: Das Salz beseitigt die übermäßige Feuchtigkeit.
Zweitens: Der Lorbeer bekämpft die Schimmelsporen, die oft zusammen mit dem Kondensat auftauchen.
Probieren Sie diesen einfachen Trick aus. Sie werden überrascht sein, wie trocken Ihre Fenster und wie frisch die Luft bis zum Frühling bleiben kann. Das ist oft effektiver als jeder teure Entfeuchter.
Kannten Sie diesen einfachen Trick mit Salz und Lorbeer bereits? Oder haben Sie einen anderen bewährten Tipp gegen feuchte Fenster in der kalten Jahreszeit? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

