Diese 4 Hausmittel nutzen Profis, damit ihr Backblech nach Pizzateig nicht mehr stinkt

Diese 4 Hausmittel nutzen Profis, damit ihr Backblech nach Pizzateig nicht mehr stinkt

Hand aufs Herz: Wann haben Sie Ihr Backblech das letzte Mal richtig blitzblank geputzt? Nicht nur schnell abgewischt, sondern *wirklich* gereinigt? Die meisten von uns kennen das: Man legt einfach Backpapier drauf, um sich die Mühe zu sparen. Doch Fett, Käse und Soßen sickern unerbittlich durch, brennen sich in die Ecken und hinterlassen hartnäckige, unappetitliche Krusten.

Das Ergebnis? Erstens schmecken Ihre knusprigen Wiener Schnitzel beim nächsten Mal leicht nach den Schoko-Keksen vom Vortag. Zweitens bilden sich unhygienische Ablagerungen. Teure Spezialreiniger aus der Drogerie, oft voller aggressiver Chemikalien, sind die naheliegende, aber nicht die beste Lösung. Erfahren Sie hier die vier genialen Hausmittel-Tricks, die selbst die hartnäckigsten Verkrustungen auflösen – oft über Nacht und ganz ohne Gift.

Das unterschätzte Problem: Warum Sie Chemikalien auf dem Blech vermeiden sollten

Wenn wir von eingebrannten Essensresten sprechen, denken wir oft nur an die Optik. Aber der wichtigste Grund für eine Tiefenreinigung ist die Hygiene und der Geschmack. Und hier kommt der kritische Punkt: Gekaufte Backofenreiniger sind stark alkalisch und enthalten oft sehr aggressive Substanmen. Rückstände davon auf Ihrem Backblech? Das will niemand versehentlich mit dem nächsten Semmelschmarrn servieren.

In meiner eigenen Küche habe ich festgestellt, dass die simplen, altbewährten österreichischen Hausmittel den teuren Spezialprodukten in puncto Effizienz in nichts nachstehen – sie sind nur viel sanfter zur Gesundheit und zum Geldbeutel. Und ein kleiner, aber wichtiger Tipp vorab: Vergessen Sie Stahlwolle oder Messer. Das zerkratzt die Beschichtung und macht das Problem nur noch schlimmer. Weiche Tücher und Geduld sind die Schlüssel.

Die 4 „Smart-Click“-Methoden gegen Eingebranntes

Diese vier Mittel hat jeder in Österreich im Schrank. Sie wirken Wunder, ohne stundenlanges Schrubben.

1. Der Alleskönner-Trick: Natron (oder Backpulver) mit Hitze-Turbo

Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist das Schweizer Taschenmesser des österreichischen Haushalts. Es ist stark genug, um eingebrannte Fette aufzulösen, aber sanft genug, um es am nächsten Tag wieder zu essen (es ist ja schließlich eine Zutat!).

So funktioniert die Turbo-Reinigung:

  • Verteilen Sie etwa 50 Gramm Natronpulver gleichmäßig auf dem schmutzigen Blech.

  • Bedecken Sie den Boden des Blechs mit Wasser. Es muss nicht komplett voll sein, nur die Natronschicht befeuchten.

  • Schieben Sie das Blech in den Backofen und heizen Sie auf 100 Grad (Ober-/Unterhitze) für 15 bis 20 Minuten. Beobachten Sie, wie das Wasser langsam verdampft.

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  • Lassen Sie das Blech abkühlen. Der Schmutz hat sich durch den Dampf und das Natron gelöst. Nun lässt es sich einfach mit Spülmittel und einem weichen Schwamm abwischen. Das ist die effektivste Methode gegen alte, verharzte Flecken.

2. Die Sofort-Lösung: Backpulver, Essig und die Magie über Nacht

Falls Sie kein reines Natron zur Hand haben, liefert Backpulver (enthält ebenfalls Natron) zusammen mit Essig eine kraftvolle Paste, die besonders gut gegen hartnäckige Flecken wirkt.

Ich habe bemerkt, dass dieser Trick perfekt ist, wenn man abends keine Zeit hat, das Blech zu erhitzen, und es einfach über Nacht einweichen lassen möchte.

  • Mischen Sie drei bis vier Päckchen Backpulver mit zwei Esslöffeln haushaltsüblichem Essig und etwas heißem Wasser, bis eine dicke Paste entsteht.

  • Tragen Sie diese Paste direkt auf die eingetrockneten Stellen auf.

  • Lassen Sie die Mischung über Nacht (oder mindestens sechs Stunden) einwirken.

  • Am nächsten Morgen spülen Sie das Blech unter heißem Wasser ab. Hartnäckige Krusten lösen sich jetzt viel leichter mit einer Spülbürste.

3. Für leichte bis mittlere Flecken: Die Salz-Kur

Salz ist eine mechanische, aber auch chemisch wirkende Reinigungsmethode, die perfekt für leichte oder mittlere Verschmutzungen ist, besonders wenn Sie wenig Zeit haben.

Achtung: Bei dieser Methode müssen Sie etwas mehr Muskelkraft investieren, aber sie ist ideal für spontane Reinigungsaktionen.

  • Bedecken Sie den Boden des Backblechs vollständig mit handelsüblichem Salz (etwa eine halbe Packung).

  • Schieben Sie das Blech in den Ofen und heizen Sie auf nur 50 Grad Ober-/Unterhitze. Das Salz muss nicht kochen.

  • Warten Sie, bis das Salz anfängt, braun zu werden (nach etwa einer Stunde). Ziehen Sie das Blech heraus und lassen Sie es abkühlen.

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  • Reiben Sie das Salz (mitsamt dem gelösten Schmutz) mit einem Tuch ab. Der Schmutz wird im Salz gebunden und mit ihm entfernt.

4. Der Frische-Kick: Essig und Zitrone (Entfernt auch Gerüche!)

Essig ist ein starker Entkalker und Fettlöser. Manchen ist der Geruch zu streng. Der Trick der Spitzenköche: Fügen Sie Zitrone hinzu. Das verstärkt nicht nur die Säurewirkung, sondern sorgt auch für einen angenehmen, frischen Duft im Backofen – ein wichtiger Aspekt, wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Brotteig nach eingebranntem Fett riecht.

So bringen Sie das Blech zum Glänzen:

  • Bedecken Sie den Boden des Blechs mit Haushaltsessig.

  • Fügen Sie heißes Wasser und den Saft einer oder zwei Zitronen hinzu.

  • Stellen Sie das Blech für etwa 15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen.

  • Sobald der Großteil der Flüssigkeit verdampft ist, abkühlen lassen. Die Kombination aus Hitze, Essigsäure und Zitronensäure macht das Entfernen der Flecken kinderleicht.

Das Expertentipp: Die Cola-Notfall-Lösung

Ein ungewöhnlicher, aber höchst effektiver Trick, von dem viele in Österreich noch nie gehört haben, ist der Cola-Hack. Dank ihrer enthaltenen Phosphorsäure löst selbst abgestandene Cola hartnäckige Reste auf. Einfach das Blech mit Cola bedecken, kurz leicht erhitzen (oder auch nicht) und einwirken lassen. Anschließend einfach abspülen. Es mag verrückt klingen, aber es funktioniert. Probieren Sie es mit der letzten Flasche vom letzten Grillfest aus.

Fazit: Weniger Chemie, mehr Glanz

Sie müssen keine Unmengen an Geld für aggressive Spezialreiniger ausgeben. Die guten, alten österreichischen Hausmittel wie Natron, Backpulver, Essig und Salz sind nicht nur günstiger und umweltfreundlicher, sondern oft auch effektiver, weil sie den Schmutz durch Lösen statt durch aggressives Aufschäumen entfernen.

Welcher dieser vier Tricks gegen eingebrannte Krusten auf dem Backblech wenden Sie am liebsten an? Teilen Sie Ihren Geheimtipp in den Kommentaren!

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