Hand aufs Herz: Wann haben Sie Ihre Heißluftfritteuse das letzte Mal wirklich gründlich gereinigt? Nicht nur den Korb ausgespült, sondern auch das Heizelement? Ich wette, es ist viel zu lange her. Und genau hier liegt das Problem.
Ein verschmutzter Airfryer ist nicht nur unhygienisch, er verbraucht auch mehr Strom und die Pommes werden nicht mehr so knusprig. Die gute Nachricht: Es gibt eine Routine, die Ihnen die Arbeit spart. Aber dafür müssen Sie zwei Dinge sofort ändern.
Die Schock-Diagnose: Was passiert, wenn Fett festbackt
Viele Österreicher lieben ihre Airfryer. Wir machen damit Schnitzel, Brathuhn und natürlich knusprige Erdäpfel. Aber wir vergessen, dass der Fettfilm, der sich während des Betriebs bildet, extrem hartnäckig werden kann, wenn er abkühlt.
Sie warten, bis das Gerät kalt ist, und dann wird das eingebrannte Fett zur echten Plage. Es ist wie eine harte Lackschicht – und genau diese Schicht zerstört langfristig die Beschichtung Ihres Geräts.
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Das Problem der Beschichtung:
Aggressive Mittel oder der berüchtigteStahlschwammStahlwolle zerstören die Antihaft-Oberfläche. Einmal beschädigt, brennt das Essen noch schneller an. -
Der Geruchsfaktor:
Alte Speisereste fangen an zu stinken. Wenn Sie das Gerät das nächste Mal aufheizen, riechen Sie nur noch abgestandenes Fett, nicht den Duft Ihres Essens. -
Die verborgene Gefahr:
Die meisten von uns reinigen den Korb. Aber was ist mit dem Innenraum und dem Heizelement? Dort versteckt sich der meiste Schmutz.
Die „Smarte-Reinigung“ – So sparen Sie 80% der Arbeit ein
Der Schlüssel zur einfachen Airfryer-Reinigung liegt in der Sofort-Aktion und der richtigen Vorbereitung. Denken Sie daran: Nach jeder Benutzung! Es ist ein Aufwand von zwei Minuten, der Ihnen eine Stunde mühsames Schrubben erspart.
Der Ablauf nach jedem Gebrauch:

Schritt 1: Die „Einweichen“-Taktik
Ziehen Sie sofort den Stecker, sobald das Gerät fertig ist. Lassen Sie den Korb etwas abkühlen, damit Sie sich nicht verbrennen. Nehmen Sie die herausnehmbaren Teile (Korb und Schublade).
Entsorgen Sie den groben Schmutz. Und jetzt kommt der Trick, den ich selbst immer verwende:
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Geben Sie warmes Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel in die Schublade.
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Setzen Sie den Korb wieder ein, sodass er im Spülwasser sitzt.
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Lassen Sie es 10 bis 15 Minuten einweichen. Das Fett löst sich von selbst, fast wie von Zauberhand!
Danach können Sie Korb und Schublade ganz leicht mit einem weichen Schwamm oder Tuch abwischen. Verwenden Sie wirklich keine Scheuerbürsten oder Stahlwolle, sonst ist die Beschichtung hinüber.
Schritt 2: Das unterschätzte Heizelement
Die meisten Menschen ignorieren das Heizelement, weil es schwer zugänglich ist. Aber Fettspritzer backen dort ein und können zu Rauchentwicklung führen. Sie müssen das Heizelement nicht nach jedem Mal reinigen, aber packen Sie es einmal pro Woche an.
Drehen Sie das Gerät um, um besser an das Innere zu gelangen. Nehmen Sie eine weiche, trockene Bürste (eine saubere Küchenbürste oder sogar einen weichen Pinsel) und bürsten Sie die Spritzer vorsichtig ab.
Wichtig: Es darf keine Flüssigkeit auf das Heizelement tropfen! Wenn Sie Feuchtigkeit verwenden müssen, dann nur ein ganz leicht angefeuchtetes Tuch, das Sie danach sofort gut trocknen.

Der Geheimtipp der Profis: Wie Backpapier Ihr Leben verändert
Ich habe bemerkt, dass Köche oft Backpapier verwenden, um die Reinigung praktisch zu eliminieren. Es ist genial, aber es gibt eine wichtige Einschränkung, die Sie in Österreich unbedingt beachten müssen, um die Brandgefahr zu vermeiden:
Verwenden Sie Backpapier-Zuschnitte, die speziell für Airfryer gedacht sind, oder falten Sie es so, dass es perfekt in den Korb passt und nicht übersteht. Aber es gibt einen Haken:
Niemals leeres Backpapier aufheizen!
Das Papier muss immer von den Lebensmitteln beschwert werden. Wenn Sie den Airfryer vorheizen, legen Sie das Papier erst mit dem Gargut in den Korb. Ansonsten kann es nach oben steigen, mit dem Heizelement in Berührung kommen und einen Brand verursachen.
Der ultimative Anti-Fett-Trick:
Um den Innenraum sauber zu halten: Wischen Sie ihn (nach dem Abkühlen und Ziehen des Steckers!) mit einem weichen, leicht feuchten Tuch und Spülmittel aus. Trocknen Sie ihn sofort danach vollständig. Feuchtigkeit und Elektrik sind keine Freunde.
Denken Sie daran:
Alle Teile müssen absolut trocken sein, bevor Sie den Airfryer wieder benutzen und an den Strom anschließen. Ein feuchter Airfryer ist ein Sicherheitsrisiko!
Mit dieser Routine – Einweichen, vorsichtiges Bürsten des Heizelements und bewusster Einsatz von Backpapier – sparen Sie sich das mühsame Gschisti-Gschasti. Ihre Heißluftfritteuse sieht nicht nur aus wie neu, sie arbeitet auch effizienter.
Und Sie, welchen Trick haben Sie, um eingebrannte Reste ohne Schrubben loszuwerden?

