Raclette zu Silvester – in Österreich gehört das zur Tradition wie der Donauwalzer. Aber mal ehrlich: Die herzhaften Pfännchen mit viel Käse, Speck und Essiggurken sind zwar köstlich, aber nach dem dritten Durchgang wird’s oft schwerfällig. Ich habe bemerkt, dass viele den Fehler machen, das Dessert zu vergessen oder nur auf ein langweiliges Eis auszuweichen.
Dabei ist das Raclette-Gerät der heimliche Held des Abends! Es kann nicht nur Fleisch und Käse schmelzen, sondern auch himmlische Süßspeisen zubereiten. Lesen Sie jetzt, welche vier Ideen für süße Pfännchen den Abend retten und Ihre Gäste noch lange darüber reden werden.
Der Insider-Trick: Wie Sie das Raclette vom Hauptgang zum Dessert-Star machen
Das große Geheimnis eines erfolgreichen Raclette-Abends liegt in der Vorbereitung. Wenn Sie die süßen Toppings ansprechend dekorieren, verwandeln Sie Ihr Esszimmer in eine High-End-Dessertbar. Viele unterschätzen, wie wichtig die optische Präsentation ist.
Stellen Sie sich vor, wie es aussieht: Kleine Schüsseln, gefüllt mit funkelnden Schokostreuseln, bunten Mini-Marshmallows und frisch geschnittenen Früchten. Das ist nicht nur praktisch, sondern ein echter „Wow-Effekt“, der in den sozialen Medien sofort gut ankommt.
Die Muss-man-haben-Zutatenliste für süße Pfännchen
Um das süße Raclette zu starten, brauchen Sie nicht viel. Es geht darum, kreative Kombinationen zu schaffen. Kaufen Sie im lokalen Billa oder Spar diese Schlüsselzutaten – sie kosten wenig, aber erzielen große Wirkung:
- Früchte: Bananenscheiben, Beeren (im Winter auch tiefgekühlt), Äpfel (hauchdünn geschnitten).
- Süße Toppings: Schokoraspel (Dunkel und Weiß!), Haselnusskrokant, bunte Schokolinsen (Smarties), gebrochene Butterkekse oder Oreos.
- Die „Schmelz“-Basis: Nutella, Karamellsauce, Ahornsirup oder gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen).
- Der Überraschungseffekt: Mini-Marshmallows (schmelzen traumhaft!) oder Spekulatius-Creme.
Profi-Tipp: Reinigen Sie die Pfännchen kurz, bevor Sie mit dem Dessert starten. So vermeiden Sie, dass der Brownie nach Knoblauch schmeckt. Ein schneller Wisch mit Küchenpapier genügt!

1. Das unwiderstehlichste Schoko-Erlebnis: Süße S’mores (Amerikanische Marshmallow-Kekse)
Wenn ich eine Empfehlung geben müsste, die garantiert für Begeisterung sorgt, dann sind es S’mores. Diese amerikanischen Lagerfeuer-Klassiker funktionieren im Raclette-Pfännchen besser als gedacht. Das Ergebnis ist ein warmes, klebriges und extrem schokoladiges Dessert.
So zaubern Sie die S’mores: Schritt für Schritt
Das Beste: Die Zubereitung dauert keine fünf Minuten.
- Basis legen: Legen Sie einen einfachen Butterkeks (z.B. von Leibniz, den kenne ich noch aus meiner Kindheit) in das saubere Pfännchen.
- Schmelzen: Geben Sie 1 TL gehackte Zartbitterschokolade darauf (oder einfach ein Stückchen Zartbitter-Kuvertüre).
- Der Kern: Jetzt kommen die Marshmallows. Schneiden Sie sie in Drittel, das beschleunigt das Schmelzen. Legen Sie 2–3 Stücke auf die Schokolade.
- Backen: Schieben Sie das Pfännchen für etwa 3 Minuten unter den Grill. Beobachten Sie, wie die Marshmallows aufgehen und leicht bräunen. Dieser Visual-Effekt ist pure Freude!
- Finalisieren: Nehmen Sie das Pfännchen heraus. Drücken Sie sofort den zweiten Butterkeks oben auf. Vorsichtig herausheben – fertig ist der klebrige, warme Traum!
2. Luxus im Mini-Format: Die Raclette-Brownies mit Karamell
Ein ganzer Brownie ist nach einem üppigen Raclette zu viel. Aber ein Mini-Brownie aus dem Pfännchen? Das ist die perfekte Portion. Ich habe festgestellt, dass dieser Teig extrem schnell geht und die feuchte Hitze des Raclettes ideal für eine saftige Konsistenz ist.
Das Geheimnis dieses Rezeptes (das ich nach langem Testen perfektioniert habe) ist die Dulce de Leche, eine Art Karamellcreme. Diese können Sie vorab zubereiten oder fertig im Supermarkt kaufen (das spart viel Zeit in der Kochvorbereitung). Es ist nichts anderes als lange gekochte, gezuckerte Kondensmilch.
- Füllen Sie einen Esslöffel des fertigen Brownie-Teigs in das Pfännchen. Nicht zu viel, sonst wird es matschig!
- Verstreichen Sie ihn vorsichtig.
- 7 Minuten unter den Grill schieben. Kontrollieren Sie nach 5 Minuten, ob er fest wird.
- Servieren Sie den warmen Mini-Brownie mit einem Klecks der Dulce de Leche.
Achtung: Der Teig darf nicht zu flüssig sein. Wenn er aussieht wie ein dickflüssiger Kuchenteig, ist er perfekt.

3. Für Fans von Cremigem: Griechischer Joghurt mit Honig-Nüssen
Dieses Dessert ist leichter und eine wunderbare Abwechslung, wenn Ihnen die Schokolade zu schwer ist. Es ist eine moderne Interpretation der klassischen griechischen Süßspeise, die durch die Wärme des Raclette-Grills eine neue Textur bekommt.
Die spezifische Utility hier: Sie erwärmen die Nüsse und den Honig im Pfännchen. Dadurch entfaltet der Honig sein volles Aroma und die Nüsse werden wieder knackig und duften herrlich nach Röstaromen.
- Walnusskerne und Haselnusskerne grob hacken.
- Die Nüsse mit flüssigem Honig vermischen (ca. 2 EL Nuss-Mischung auf 1 EL Honig).
- Geben Sie diese Honig-Nuss-Mischung in das Pfännchen.
- 3–4 Minuten unter dem Raclette-Grill erwärmen.
- Servieren Sie einen großen Löffel griechischen Joghurt in einer Schale und gießen Sie die heiße Honig-Nuss-Mischung darüber. Der Kontrast von warm und kalt ist phänomenal!
4. Die schnelle Lösung: Crêpes (Eierkuchen) im Pfännchen
Der Crêpe-Teig ist wirklich schnell gemacht, muss nur 15 Minuten ziehen. Das ist der große Vorteil. Er eignet sich hervorragend als Last-Minute-Dessert-Option, da er unglaublich vielseitig ist.
- Ein kleines Stück Butter im Pfännchen schmelzen lassen.
- Etwa 2 EL des flüssigen Teigs in das Pfännchen geben und dünn verstreichen.
- 4–5 Minuten backen lassen, bis der Rand leicht braun wird.
- Jetzt kommt der Clou: Belegen Sie den warmen Crêpe direkt im Pfännchen!
- Ich empfehle: Nuss-Nougat-Creme (Nutella oder eine günstigere Alternative von Hofer) und Bananenscheiben.
- Oder ganz klassisch: Zimt und Zucker.
Mein persönlicher Praxis-Tipp: Machen Sie gleich doppelt so viel Teig und legen Sie zusätzlich herzhafte Crêpe-Zutaten (Käse, Schinken) bereit. So haben Sie ein „Crêpes-Raclette“ für den nächsten Tag geschaffen – perfekt gegen Reste-Stress nach Neujahr.
Fazit: Vom Käse-Berg zum süßen Highlight
Das Raclette ist nicht nur ein herzhafter Sattmacher, sondern eine kulinarische Leinwand, die am besten zum Dessert zur Geltung kommt. Probieren Sie eine der vier süßen Varianten und Sie werden sehen: Ihre Gäste werden sich fragen, warum sie diesen Trick nicht schon früher kannten.
Welches süße Pfännchen-Dessert werden Sie diesen Silvesterabend zuerst ausprobieren: S’mores, Brownies oder die Honig-Nüsse? Schreiben Sie uns in die Kommentare!

