Das Ende der Riester-Rente: Merz-Regierung verrät, wie Sie maximal 480 Euro vom Staat bekommen

Das Ende der Riester-Rente: Merz-Regierung verrät, wie Sie maximal 480 Euro vom Staat bekommen

Die Nachricht trifft Millionen Sparer: Die Riester-Rente ist Geschichte. Vielleicht haben Sie jahrelang eingezahlt und sich gefragt, ob sich das wirklich lohnt. Die Antwort vieler war: nein. Hohe Kosten, niedrige Renditen – das System war für viele Bürger in Österreich nicht mehr attraktiv.

Doch die Merz-Regierung hat jetzt einen neuen Plan vorgestellt, der die private Vorsorge komplett umkrempelt. Lesen Sie jetzt, was das für Ihren Geldbeutel bedeutet und wie Sie dank eines cleveren Tricks bis zu 480 Euro staatliche Förderung pro Jahr sichern können.

Warum das Riester-System scheiterte (und was jetzt besser wird)

Ich habe in meiner Praxis oft gesehen, wie frustriert Menschen waren. Das Versprechen von Riester war groß, die Realität oft ernüchternd. Die komplizierten Regeln und vor allem die höhere Gebühren fraßen die mageren Renditen auf. Viele Verträge lagen brach oder wurden gekündigt.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat das Problem erkannt: „Wir wollen eine private Altersvorsorge für alle.“ Die Lösung der Merz-Regierung ist radikal und aufregend, denn sie baut auf drei Säulen auf:

  • Ein neues Vorsorgedepot ohne garantierte Kapitalschutzpflicht (mehr Renditechancen).
  • Eine komplett neue staatliche Förderung, die gerechter verteilt wird.
  • Eine „Frühstart-Rente“ für die Jüngsten.

Der Stichtag für die umfassende Neugestaltung der privaten Altersvorsorge ist der 17. Dezember 2025. Das ist wichtig, falls Sie aktuell überlegen, einen Vertrag abzuschließen.

Das neue Förder-Geheimnis: So maximieren Sie Ihre 480 Euro

Vergessen Sie die alte Grundzulage von 175 Euro. Die neue Berechnung ist spezifischer und belohnt höhere Sparbeiträge. Das ist der Kern des neuen Systems.

Die Förderung funktioniert jetzt proportional. Betrachten Sie es als ein gestaffeltes Belohnungssystem – je mehr Sie einzahlen, desto mehr steuert der Staat bei:

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Stufe 1: Der Turbo-Zuschuss (bis 1.200 Euro)

Pro eingezahltem Euro bis zu einer Jahressumme von 1.200 Euro legt der Staat 30 Cent dazu. Ab 2029 steigt dieser Betrag sogar auf 35 Cent.

Stufe 2: Die Zusatz-Förderung (bis 1.800 Euro)

Bei zusätzlichen Einzahlungen bis 1.800 Euro erhalten Sie 20 Cent je Euro Förderung.

Die Rechnung ist klar: Wenn Sie die maximalen Beiträge leisten, können Sie künftig 480 Euro jährlich an staatlicher Unterstützung erhalten. Das ist ein deutliches Plus im Vergleich zu den alten 175 Euro und macht die private Vorsorge plötzlich viel attraktiver, gerade für Normalverdiener.

Der Insider-Tipp: Das Altersvorsorgedepot ohne Garantie

Viele Österreicher scheuen die Börse, aber die Vergangenheit zeigt, dass man ohne Rendite keine echte Altersvorsorge aufbauen kann. Das neue Altersvorsorgedepot kommt ohne obligatorische Garantiebestimmungen aus (ein Konzept, das man bei uns oft auch bei ETF-Sparplänen sieht).

Warum ist das wichtig? Weil die Garantie oft dazu führt, dass Versicherungen konservativer investieren müssen und damit die Gewinne schmälern. Wenn die Garantie wegfällt, eröffnen sich erheblich bessere Ertragsmöglichkeiten an den Finanzmärkten.

Aber keine Angst: Wenn Sie zu den vorsichtigeren Anlegern zählen, können Sie weiterhin auf Garantieprodukte mit 80 oder 100 Prozent Kapitalschutz setzen. Sie haben die Wahl.

Für Eltern: Die Frühstart-Rente für die Jüngsten

Das Bundesarbeitsministerium hat eine komplett neue Komponente eingeführt, die gerade junge Familien in Österreich freuen wird: die sogenannte Frühstart-Rente für Kinder zwischen sechs und 18 Jahren.

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Ihr Kind bekommt jeden Monat zehn Euro staatliche Unterstützung für ein persönliches Altersvorsorgedepot. Das gesammelte Geld wächst an der Börse weiter und wird nach dem 18. Geburtstag weiter investiert. Das ist ein finanzieller Startvorteil, den viele von uns in der Jugend nicht hatten.

Das Beste: Selbst wenn Eltern kein Depot einrichten, sorgt die Rentenversicherung dafür, dass Kinder trotzdem profitieren. Die „Frühstart-Rente“ für den Jahrgang 2020 läuft sogar rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 an.

Was passiert, wenn Sie bereits einen Riester-Vertrag haben?

Das ist die wichtigste Frage für die Millionen, die bereits Riester-Verträge besitzen. Die gute Nachricht: Sie müssen nichts überstürzen.

Laufende Riester-Verträge erhalten Bestandsschutz. Das bedeutet:

  • Sie können Ihren Vertrag unverändert fortsetzen.
  • Oder Sie wechseln preiswert zum neuen System, ohne bereits erhaltene Förderungen zurückzahlen zu müssen.

Viele übersehen, dass ein Viertel aller Riester-Verträge bereits ruht. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, Ihren Vertrag zu prüfen und zu entscheiden, ob der Wechsel ins neue, renditestärkere System Sinn macht. Die Finanztipp-Experten tendieren dazu, dass die neue Lösung „einfacher, attraktiver und unbürokratischer“ sein wird.

Das neue private Vorsorgessystem startet übrigens am 1. Januar 2027.

Das Ende von Riester ist keine Bedrohung, sondern eine Chance, die Altersvorsorge endlich modern und ertragreich zu gestalten. Jetzt, da das System vereinfacht wird und die staatliche Förderung maximiert werden kann, steht Ihnen ein neuer Weg zu finanzieller Sicherheit im Alter offen.

Wie sehen Sie die Reform? Werden Sie sofort ins neue System wechseln, oder behalten Sie Ihren alten Riester-Vertrag? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare!

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