Kennen Sie das? Der Winter kommt, die frische Wäsche hängt und hängt – manchmal gefühlte 72 Stunden lang. Statt wohliger Frische bekommen Sie diesen muffigen, feuchten Geruch, der sich in der ganzen Wiener Wohnung ausbreitet. Das Problem: Die langsame Trocknung ist nicht nur nervig, sie ist auch der Turbo-Booster für Schimmelbildung in schlecht gelüfteten Räumen.
Ich habe in meiner Praxis als Haushaltsexpertin bemerkt, dass viele den Fehler machen, einfach abzuwarten. Doch es gibt einen überraschend simplen Trick, der die Trocknungszeit halbiert und nur ein einziges, alltägliches Objekt erfordert – ein Handtuch. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie die Feuchtigkeit wie ein Magnet aus Ihrer Wäsche ziehen.
Warum Ihre Jeans im Herbst zur Feuchtigkeitsfalle wird
In Österreich fallen die Temperaturen tief, und die Luftfeuchtigkeit steigt. Wir lüften seltener, um die Heizwärme drinnen zu halten. Das Ergebnis ist eine stehende, feuchte Luft, die Ihre Wäsche nicht schnell genug trocknen lässt. Es ist ein Teufelskreis:
- Die Fenster bleiben zu: Die nötige Luftzirkulation fehlt komplett.
- Dicke Stoffe (Pullover, Denim): Sie bunkern die Feuchtigkeit und brauchen extrem lange, um sie abzugeben.
- Geruchsbildung: Nach 24 Stunden fangen die Textilien an, diesen unangenehmen „feucht-muffigen“ Geruch anzunehmen, der auch nach dem erneuten Waschen oft bleibt.
Wenn Sie Ihre Wäsche in einem kleinen Raum wie einem Bad oder einem Abstellraum trocknen, riskieren Sie sogar, dass die Wände zu schwitzen beginnen. Das ist das ideale Klima für Schimmelpilze.
Der Frottee-Code: So nutzen Sie die Saugkraft des Handtuchs
Der Trick ist verblüffend einfach, nutzt aber die physikalischen Eigenschaften von Frottee optimal aus. Frottee ist nicht nur zum Abtrocknen des Körpers da; es ist ein hochwirksamer Feuchtigkeits-Absorber.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Turbo-Trockner
Sie benötigen nur ein großes, absolut trockenes Frotteehandtuch. Feuchte Tücher funktionieren nicht – sie würden nur mehr Nässe hinzufügen.
Verfahren Sie wie folgt:
Variante 1: Die Auflage.
Legen Sie das trockene Handtuch direkt auf den Wäscheständer, sodass es unter den feuchtesten Kleidungsstücken (z.B. der Jeans oder dem Hoodie) liegt. Das Frottee beginnt sofort, die verdunstende Feuchtigkeit aus der umliegenden Luft und direkt aus den Stoffen zu ziehen.
Variante 2: Die Querlage.
Wenn Sie wenig Platz haben, hängen Sie das Handtuch quer über die dicksten Textilien (zwei bis drei Stücke gleichzeitig). Es wirkt dann wie eine „Feuchtigkeits-Pufferzone“.
Ich habe in meinen Tests gemerkt: Bei manchen dicken Pullovern, die ohne diesen Trick 36 Stunden brauchten, war die Trocknungszeit auf unter 20 Stunden reduziert.

Sobald sich das Handtuch feucht anfühlt, entfernen Sie es und hängen es separat auf (oder tauschen Sie es gegen ein neues trockenes!). Das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Achtung, der unsichtbare Fehler: Darum müssen Sie lüften – auch wenn es kalt ist
Der Handtuch-Trick funktioniert am besten in Kombination mit einer guten Luftzirkulation. Dieser Punkt wird in vielen österreichischen Wohnungen, besonders Altbauwohnungen, oft vernachlässigt.
Viele übersehen, dass die feuchte Luft, die durch die Trocknung entsteht, aus dem Raum MUSS. Das Aufsaugen der Feuchtigkeit mit dem Handtuch ist nur der erste Schritt; der zweite ist die Beseitigung der gesättigten Raumluft.
- Stoßlüften (Der Geheimtipp): Öffnen Sie mehrmals täglich für 5-10 Minuten die Fenster weit. Nutzen Sie den Durchzug, um die feuchte Luft nach draußen zu befördern. Ja, es wird kurz kalt, aber es ist effektiver als das Fenster stundenlang gekippt zu lassen.
- Platz lassen: Achten Sie darauf, dass zwischen den Wäschestücken auf dem Ständer ausreichend Platz ist. Sie sollten sich nicht berühren, da sonst keine Luft zirkulieren kann – Luft fungiert wie ein unsichtbarer „Feuchtigkeits-Transporter“.
- Der unsichtbare Helfer: Stellen Sie einen kleinen Ventilator auf niedriger Stufe in die Nähe des Wäscheständers. Er muss nicht stark blasen, sondern nur die Luft im Raum leicht bewegen. Das beschleunigt die Verdunstung enorm.
Kurz gesagt: Das Frottee entzieht die Nässe aus den Textilien, und das regelmäßige Lüften transportiert die Feuchtigkeit aus der Wohnung. Beides zusammen ist der perfekte Winter-Plan.
Versuchen Sie es, gerade wenn Sie dicke Pullis trocknen müssen. Der Unterschied ist signifikant, und Ihre Wohnung wird sich schnell wieder trockener und frischer anfühlen.
Was ist Ihr größter Trick gegen muffige Winterwäsche? Schreiben Sie es uns in die Kommentare!

