Warum erfahrene Gärtner einen Schwamm auf den Boden des Topfes legen

Warum erfahrene Gärtner einen Schwamm auf den Boden des Topfes legen

Haben Sie auch das Gefühl, Ihre Stromrechnung ist in den letzten Monaten außer Kontrolle geraten? Sie sparen bewusst, schalten das Licht aus, aber die Zahlen steigen trotzdem? Das ist keine Einbildung. In meiner Praxis habe ich festgestellt, dass die meisten Österreicher die wahren Übeltäter im Haushalt übersehen. Es sind nicht die offensichtlichen Geräte, sondern die heimlichen, unscheinbaren „Stromräuber“, die 24 Stunden am Tag Geld verbrennen. Wenn Sie diese drei Fallen kennen, können Sie sofort mit dem Sparen beginnen.

Der stille Schock: Was Standby wirklich kostet

Viele von uns nutzen die Standby-Funktion aus Bequemlichkeit: Fernseher, Receiver, Spielekonsolen – ein Knopfdruck, und das Gerät ist „aus“. Aber ist es das wirklich? Hier liegt der erste massive Fehler, den ich immer wieder sehe.

Geräte im Standby-Modus führen oft einen „Scheinbetrieb“ durch, ziehen Updates, warten auf Signale oder halten einfach das Display bereit. In Österreich, wo die Strompreise hoch sind, summiert sich dieser stille Verbrauch schnell zu einem teuren Hobby.

Profi-Tipp: Stellen Sie sich Standby wie einen Wasserhahn vor, der immer leicht tropft. Ein Tropfen macht nichts, aber nach einem Jahr haben Sie Hunderte Liter verschwendet. Bei vielen Geräten kann das pro Haushalt leicht 50 bis 100 Euro zusätzlich im Jahr ausmachen.

So eliminieren Sie den Standby-Dieb endgültig

  • Die Master-Lösung: Investieren Sie in hochwertige schaltbare Steckdosenleisten. Schließen Sie Ihre Unterhaltungselektronik (TV, Soundbar, Konsole) daran an. Ein Klick trennt sofort alle Geräte vollständig vom Netz. Das ist der einfachste und effektivste Weg.
  • Überraschung: Auch Ladegeräte, die ohne angeschlossenes Handy in der Steckdose stecken, verbrauchen Strom. Zwar wenig, aber sie zählen als „Stromfresser“.
  • Der Bluetooth-Toggle: Moderne Geräte wie WLAN-Router oder Bluetooth-Lautsprecher lassen sich oft nicht vollständig ausschalten, ohne den Stecker zu ziehen. Wenn Sie länger verreisen (zum Beispiel für den Skiurlaub nächste Woche), ziehen Sie diese Stecker definitiv!

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Die Falle Warmwasser: Warum Ihre Duschgewohnheiten teurer sind als der Kühlschrank

Wir fokussieren uns oft auf Großgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen. Aber das Erhitzen von Wasser – für Duschen und Spülen – ist in fast jedem österreichischen Haushalt der größte Energiefresser überhaupt. Wenn Sie einen Durchlauferhitzer besitzen, wird dieser Punkt besonders kritisch.

Der geheime Preis des Komforts (40 Grad statt 36 Grad)

Viele duschen gerne bei 40 Grad. Das ist angenehm, kostet aber deutlich mehr Energie als eine Senkung auf 36 Grad. Ich habe kürzlich bei einem Test festgestellt: Eine Senkung der Duschtemperatur um nur vier Grad kann eine messbare Entlastung der Stromrechnung bewirken, da der Durchlauferhitzer weniger aufheizen muss.

Das ist die Art von spezifischem Nutzen, die weh tut, aber langfristig große Ersparnisse bringt:

  • Der Duschkopf-Hack: Besorgen Sie sich einen Sparduschkopf. Er fühlt sich genauso an, spart aber Wasser und damit die Energie für dessen Erhitzung. In Wien gibt es solche Modelle oft schon für unter 30 Euro im Baumarkt zu finden.
  • Hydraulik vs. Elektronik: Wenn Ihr Durchlauferhitzer schon älter und hydraulisch (also mechanisch gesteuert) ist, dann ist das ein echtes Problem. Diese alten Modelle sind extrem ineffizient und verbrauchen selbst bei geringer Wassermenge viel zu viel Strom. Der Tausch gegen ein modernes, elektronisch gesteuertes Gerät zahlt sich in den meisten Fällen innerhalb weniger Jahre aus.

Der unscheinbare Methusalem: Alte Küchengeräte

In vielen österreichischen Küchen stehen noch Geräte, die zwar funktionieren, aber technologisch 20 Jahre alt sind. Ich sehe das oft bei älteren Gefriertruhen im Keller oder alten Einbauöfen. Während ein neuer Fernseher kaum Strom verbraucht, sind diese alten Küchenhelfer wahre Strommonster.

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Denken Sie beispielsweise an Ihre Spülmaschine:

  • Läuft sie immer im Ecotarif? (Der Ecotarif dauert zwar länger, spart aber dank geringerer Hitze extrem viel Energie).
  • Haben Sie die Möglichkeit, die Trocknungsfunktion zu deaktivieren und das Geschirr einfach an der Luft Nachtrocknen zu lassen? Ich mache das selbst, und die Ergebnisse sind identisch bei deutlich geringerem Verbrauch.

So testen Sie den Stromhunger (Der Messgeräte-Trick)

Bevor Sie ein altes Gerät sofort ersetzen, müssen Sie wissen, wie katastrophal der tatsächliche Verbrauch ist. Viele Verbraucherzentralen (z.B. in Tirol oder der Steiermark) verleihen Strommessgeräte kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr.

Schließen Sie den Verdächtigen (z.B. einen alten Fernseher oder die Keller-Gefriertruhe) eine Woche lang an das Messgerät. Der ermittelte Jahresverbrauch wird Ihnen wahrscheinlich die Augen öffnen und die Entscheidung für eine Neuanschaffung erleichtern. Es ist die Investition, die sich am schnellsten amortisiert.

Fazit und Ihre nächste Aufgabe

Stromsparen beginnt nicht mit Dunkelheit, sondern mit Wissen. Die größten Kostenkiller sind Standby, Warmwasserbereitung und die unsichtbaren Altgeräte im Dauerbetrieb. Trennen Sie sich vom Standby-Modus mittels Steckdosenleisten und überlegen Sie, ob Ihre tägliche Dusche wirklich 40 Grad warm sein muss.

Welches Gerät in Ihrem Haushalt ist Ihrer Meinung nach der größte, unerkannte Stromfresser? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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