Warum Chirurgen lieber den Magen umgehen, statt auf Abnehmspritzen zu warten

Warum Chirurgen lieber den Magen umgehen, statt auf Abnehmspritzen zu warten

Sie haben die Schlagzeilen gesehen: Ozempic und Wegovy versprechen einen revolutionären Gewichtsverlust. Millionen hoffen auf die einfache Spritze. Aber ich sage Ihnen: Millionen Menschen in Österreich verbrennen gerade Zeit und Geld, weil sie die härtesten Fakten aus der Praxis ignorieren.

Eine neue, groß angelegte Studie zeigt: Verglichen mit der Einnahme der berühmten Abnehm-Medikamente verlieren Patienten durch eine chirurgische Behandlung fünfmal mehr Gewicht. Es geht nicht um einen kleinen Unterschied, sondern um einen massiven Effektivitätsvorsprung. Und das sollten Sie wissen, bevor Sie mit der Spritze beginnen.

Der ungeschminkte Vergleich: Das hält die Pille wirklich im Alltag

Klinische Studien unter Laborbedingungen sind eine Sache. Der Alltag in Wien, Graz oder Linz, mit stressigen Arbeitstagen, Heurigen-Besuchen und dem Kampf gegen den inneren Schweinehund, ist eine andere.

Die NYU-Studie, die ihre Ergebnisse auf den echten Abrechnungsdaten von über 50.000 Patienten basierte und nicht auf idealisierten Versuchsbedingungen, zeigte ein ernüchterndes Bild für GLP-1-Medikamente:

  • Patienten verloren im Schnitt nur 5,3 Prozent ihres Körpergewichts.
  • Fast 70 Prozent der Nutzer brachen die Behandlung innerhalb eines Jahres ab.

Dagegen wirkt die chirurgische Lösung radikal, aber unglaublich effektiv:

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  • Patienten mit Magenbypass oder Sleeve-Operation verloren durchschnittlich 25,7 Prozent ihres Körpergewichts. Das ist das Fünffache.

Die Fachleute sind sich einig: „Beide Methoden führen zu Gewichtsverlust, aber Operationen sind effektiver und nachhaltiger“, bemerkte Ann M. Rogers, Präsidentin der Fachgesellschaft für metabolische und bariatrische Chirurgie.

Warum die meisten die GLP-1-Spritze nicht durchhalten

Der Hauptgrund, warum die Spritze im realen Leben so einknickt, liegt nicht in der Wirkung selbst, sondern in der Dauerhaftigkeit und den Nebenwirkungen. Die Medikamente, die ursprünglich für Diabetiker entwickelt wurden, zügeln den Appetit (funktioniert wie ein Bremser im Darm, der Sättigung signalisiert), aber sie sind kein Wundermittel, das alle Probleme löst.

Viele Patienten in Österreich erleben unerwünschte Nebeneffekte oder finden die kontinuierliche finanzielle und mentale Belastung der Langzeitanwendung zu hoch. Die Spritze wirkt nur, solange man sie nimmt. Wird abgesetzt, kommt das Gewicht oft schnell zurück.

Die chirurgische Lösung – etwa die Magenverkleinerung – zielt auf eine dauerhafte Veränderung ab. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einem temporären Werkzeug und einem permanenten Neustart.

Der Insider-Tipp: Wann Chirurgie die erste Wahl sein sollte

Als jemand, der diese Daten immer wieder analysiert, sehe ich, dass die Chirurgie nicht nur beim reinen Gewichtsverlust die Nase vorn hat. Sie räumt auch bei relevanten Begleiterkrankungen auf, was viele überrascht.

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Der Blutzucker-Bonus

Die Studie der NYU zeigte, dass chirurgische Eingriffe die Blutzuckerwerte weitaus stärker verbessern als die Medikamente, die ironischerweise ursprünglich zur Diabetesbehandlung entwickelt wurden. Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld mit Typ-2-Diabetes kämpfen, kann die Operation oft zu einer Remission führen – eine Wirkung, die mit der Spritze nur schwer zu erreichen ist.

So fördern Sie den Gewichtsverlust nach einem Neustart (Wegovy oder OP)

Unabhängig davon, welchen Weg Sie wählen, gilt der Grundsatz: Die Behandlung ist nur der Auslöser. Ohne die richtige Ernährung und Bewegung in Ihrem Wiener oder Tiroler Alltag wird jeder Erfolg nur kurzlebig sein. Selbst große Organisationen wie Weight Watchers bieten nun Begleitprogramme an, um die Mängel der reinen Medikamentenbehandlung auszugleichen.

Hier sind drei sofort umsetzbare Schritte, um den Erfolg zu maximieren:

  1. Protein zuerst: Egal ob Ihr Magen verkleinert wurde oder Sie eine Spritze nehmen – Ihr Körper baut Muskeln ab. Achten Sie bei jeder Mahlzeit darauf, zuerst das Protein (Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte) zu essen, um die Muskulatur zu erhalten.
  2. Der 15-Minuten-Spaziergang: Der Weg von 20 Kilogramm Gewichtsverlust (25% bei 80kg) beginnt nicht im Fitnessstudio. Planen Sie nach dem Abendessen konsequent einen zügigen 15-minütigen Spaziergang ein. Das erhöht den Kalorienverbrauch und fördert die Verdauung. Funktioniert selbst im feuchten Wetter in der Steiermark.
  3. Ersetzen Sie „Trinken“ durch „Kalorienfrei“: Viele Kalorien kommen aus gesüßten Getränken oder verdünnten Säften. Trinken Sie in Österreich Leitungswasser oder ungesüßten Tee. Kalorien trinken ist zu einfach und sabotiert jeden Fortschritt.

Letztlich liegt die Wahl zwischen dem „Schnelle-Fix“-Gefühl der Spritze und der „Dauerhafte-Lösung“-OP bei Ihnen. Die Zahlen der realen Patientenpraxis sind aber eindeutig: Um einen wahren, nachhaltigen und hohen Gewichtsverlust zu erzielen, ist die chirurgische Lösung bisher unübertroffen.

Wie sehen Sie das? Würden Sie eher die Spritze mit geringerem, aber einfacherem Effekt wählen, oder doch den steinigeren Weg der Operation für einen garantierten, deutlichen Erfolg?

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