4 Schritte für die feinsten „Schneeflocken“-Plätzchen, die in Wien jedes Vanillekipferl schlagen

4 Schritte für die feinsten „Schneeflocken“-Plätzchen, die in Wien jedes Vanillekipferl schlagen

Hand aufs Herz: Wir alle lieben Vanillekipferl. Aber wenn es in der Vorweihnachtszeit stressig wird, können die empfindlichen Hörnchen schnell zur Nervenprobe werden. Ich habe in meiner Praxis bemerkt, dass viele Hobbybäcker frustriert aufgeben, weil der Teig bröselt oder die Kipferl beim Bestäuben zerfallen.

Genau deshalb präsentiere ich Ihnen heute das Rezept, das in Österreich oft übersehen wird – die „Schneeflocken“-Plätzchen. Sie sind genauso zart und vanillig, aber gelingen garantiert beim ersten Versuch. Sie brauchen nur etwa 30 Minuten, um die gesamte Dose zu füllen, statt stundenlang in der Küche zu stehen.

Warum diese kleinen Kugeln die Kipferl-Konkurrenz alt aussehen lassen

Das Geheimnis dieser Plätzchen liegt in ihrer unglaublichen Zartheit. Sie heißen „Schneeflocken“, weil sie tatsächlich auf der Zunge zergehen. Aber im Gegensatz zu den klassischen Vanillekipferl, die oft nur durch die perfekte Walnuss-Balance funktionieren, sind die „Schneeflocken“ extrem fehlertolerant. Selbst wenn Sie den Teig etwas zu lange kneten, bleiben sie wunderbar weich.

Viele Bäcker in den Wiener Bezirken schwören schon lange auf diese Alternative, besonders wenn Kinder mitbacken. Warum? Weil der Teig unglaublich einfach zu handhaben ist und die Formgebung keine Präzision erfordert.

Die Zutat, die sie unwiderstehlich fluffig macht

Der Schlüssel zur himmlischen Textur ist die Stärke. Wer Backen mit Wissenschaft verbindet, weiß: Herkömmliches Mehl allein macht Kekse kompakt. Durch die Zugabe von Speisestärke wird der Kleber (Gluten) im Mehl verdünnt – das Ergebnis ist ein Keks, der nicht fest wird, sondern luftig bleibt.

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  • Speisestärke sorgt für die zarte Textur.
  • Weiche Margarine (Butter geht natürlich auch) garantiert, dass der Teig sofort geschmeidig ist und nicht bröselt.
  • Die schnelle Zubereitung reduziert die Gefahr des Überknetens.

Das 4-Schritte-Rezept für kinderleichten Plätzchen-Genuss

Dieses Rezept ist so einfach, es ist fast schon ein Back-Hack. Sie brauchen keine Ausstechformen, kein Kühlfach und fast keine Wartezeit.

Die Zutatenliste (Perfekt für den nächsten Einkauf im Billa oder Spar)

Für etwa 40 „Schneeflocken“ brauchen Sie:

  • 250 g weiche Margarine (oder Butter)
  • 300 g Mehl (glatt oder universal)
  • 1 TL Backpulver
  • 80 g Staubzucker (Puderzucker) + extra zum Bestäuben
  • 30 g Speisestärke (Maizena)
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Schritt 1: Der superschnelle Teig

Heizen Sie den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vor. Geben Sie alle Zutaten (außer dem zweiten Päckchen Vanillezucker!) in eine Schüssel. Kneten Sie diese, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Er sollte sich sofort anfühlen wie Modelliermasse – weich und nicht klebrig.

Schritt 2: Rollen und Drücken – Das Geheimnis der Schneeflocken-Form

Nehmen Sie kleine Teigstücke ab und rollen Sie diese zu Kugeln. Sie sollten ungefähr die Größe einer Mannerschnitte-Praline haben. Legen Sie sie auf ein Backblech mit Backpapier. Und hier kommt der einfache Trick: Nehmen Sie eine Gabel und drücken Sie jede Kugel einmal sanft an – dadurch erhält das Plätzchen eine flache Unterseite und das charakteristische, schneeähnliche Rillenmuster.

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Schritt 3: Backzeit (Kurz und schmerzlos)

Backen Sie die Plätzchen für nur 10 bis 15 Minuten. Die Schneeflocken sollen hell bleiben – sie dürfen am Rand allenfalls leicht goldbraun werden. Wenn sie zu dunkel werden, verlieren sie ihre Zartheit. Nehmen Sie die Kekse lieber eine Minute früher aus dem Ofen.

Schritt 4: Das Finish (Der intensive Vanille-Kick)

Mischen Sie das zweite Päckchen Vanillezucker mit großzügig Staubzucker. Bestäuben Sie die Plätzchen, solange sie noch lauwarm sind. Die Restwärme lässt den Zucker leicht am Keks haften und sorgt für den intensiven Vanillegeschmack, der an die klassischen Kipferl erinnert.

Mein praktischer Tipp für die Lagerung (Damit sie wochenlang zart bleiben)

Vermeiden Sie es, die Plätzchen in offenen Schüsseln aufzubewahren, besonders wenn Sie in einem trockenen Raum heizen. Ich empfehle eine luftdichte Keksdose, jedoch mit einem kleinen Twist: Legen Sie ein kleines Stück Würfelzucker mit dazu. Der Zucker absorbiert überschüssige Feuchtigkeit und hilft, die Textur zu bewahren, ohne die Plätzchen hart zu machen.

Ich kann Ihnen versichern, diese kleinen Schneeflocken werden Ihr neues Lieblingsrezept, wenn Sie Stress beim Backen vermeiden wollen. Genießen Sie die Adventszeit in Wien, Salzburg oder Graz – mit Plätzchen, die wirklich immer gelingen.

Verraten Sie uns: Welche Plätzchen-Sorte ist in Ihrer Familie absolut unersetzlich?

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